Renault Talisman: Das Glück ist ein Vogerl

Ansichtssache22. November 2015, 13:03
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Renaults neuer Anlauf in der Mittelklasse heißt Talisman. Er ist eine schlanke flotte Limousine, kräftig und sparsam, mit einem umfangreichen Angebot an Elektronik- und Komfortdetails

foto: renault

Renault betont, dass der Talisman nicht der Nachfolger des Laguna ist, was wir angesichts der Maße und des Aussehens auch gar nicht anzweifeln wollen. Vielmehr kann man in ihm seine direkten Gegenspieler erkennen, die etwa in der VW-Gruppe Passat oder Skoda Superb heißen oder bei den Japanern Mazda6 und bei den Koreanern Kia Optima / Hyundai i40. Die Designlinie von Renault wurde sehr schlüssig auf die Mittelklasse übertragen. Er macht einen optisch stabilen, aber nicht schwerfälligen Eindruck. Die Front wirkt nicht besonders aggressiv und trotzdem sehr gegenwärtig und eigenständig allemal.

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Man sieht es und man spürt es beim Fahren sofort, dass es sich um ein von Grund auf neues Auto handelt. Der Wagen fühlt sich sowohl als Diesel wie auch als Benziner sehr leichtfüßig an. Die Lenkung arbeitet leichtgängig und präzise. Vor allem die Vielfalt an technischen Features, die es in gehobenen Ausstattungsvarianten oder als Extras gibt, zeigen: Hier geht's lang in den kommenden Jahren.

Zwei Benziner und drei Diesel bilden das motorische Zentrum des Vortriebs. Neben dem 6-Gang-Schaltgetriebe ist auch eine sechsstufige Doppelkupplungsautomatik erhältlich, die Benziner und den stärksten Diesel gibt es ausschließlich mit diesem Getriebe.

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Eine Besonderheit ist die Vierradlenkung (4Control), die nur im Top-Modell, dort aber serienmäßig zu haben ist. Die Hinterräder, die bei niedrigen Geschwindigkeiten und in engen Kurven gegensinnig und bei hohen Geschwindigkeiten gleichsinnig mitlenken, erhöhen die Agilität der großen Limousine enorm und steigern auch das Sicherheitsgefühl.

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Die Ausstattungen heißen Zen, Intense und Initiale Paris, wobei LED-Vollscheinwerfer bereits beim Intense serienmäßig sind. Alle Modelle besitzen Renault Multi-Sense, eine ziemlich umfangreiche Spielerei. Man kann zwischen fünf Fahrmodi (Sport, Komfort, Eco, neutral und frei konfigurierbar) wählen. Dabei ändern sich die Instrumentenanzeige, das Ansprechverhalten von Motor und Getriebe, die Lenkunterstützung und die Ambiente-Beleuchtung im Innenraum. Auf Wunsch ist hier auch noch ein adaptives Fahrwerk mit Dämpferverstellung integriert.

Wer das Bose-Surround-System wählt (im Initiale serienmäßig), bekommt auch noch einen über die Lautsprecher akustisch getunten Motorsound dazu, im Falle des 160-PS-Diesel sogar einen Gegenschall, um Motorvibrationsgeräusche im unteren Drehzahlbereich zu unterdrücken.

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Das Top-Modell enthält serienmäßig auch einen vertikalen 8,7-Zoll-Touchscreen, das ist der zweitgrößte der bisherigen Automobilgeschichte hinter dem Monsterbildschirm des Tesla. Dazu gehört auch ein Head-up-Display mit Glasscheibchen. Analoge Armaturen gibt es nicht mehr.

Im Online-Mediasystem R-Link mit Sprachsteuerung bei den besser ausgestatteten Modellen ist auch ein Eco-Fahrtrainer enthalten, da gibt' s auch Tipps für eine sparsame Fahrweise. (Rudolf Skarics, 22.11.2015)

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Renault

Hinweis im Sinne der redaktionellen Leitlinien: Die Teilnahme an internationalen Fahrzeug- und Technikpräsentationen erfolgt großteils auf Basis von Einladungen seitens der Automobilimporteure oder Hersteller. Diese stellen auch die hier zur Besprechung kommenden Testfahrzeuge zur Verfügung.

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