HSV zerlegt BVB in erstem Spiel nach Paris-Anschlägen

20. November 2015, 23:00
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ÖFB-Legionär Gregoritsch bei den Siegern ab 71. Minute im Einsatz – Bayern kann Dortmund am Samstag um acht Punkte abhängen

Hamburg – Der Hamburger SV hat im Freitagsspiel der deutschen Fußball-Bundesliga Borussia Dortmund 3:1 bezwungen und dem BVB die erst zweite Saison-Niederlage zugefügt. Neben der sportlichen Überraschung gab es im ersten Bundesligaspiel seit den Terroranschlägen von Paris scharfe Einlasskontrollen wie selten zuvor und zwei Schweigeminuten.

Nach den Schreckenstagen von Paris für das deutsche Nationalteam und der folgenden Absage des Länderspiels in Hannover wegen Hinweisen auf einen Anschlag konnte am Freitagabend in Hamburg von einem normalen Fußballspiel keine Rede sein. Bevor im Volksparkstadion vor 57.000 Zuschauern der Ball rollte, wurde es aber emotional.

Gleich zwei Schweigeminuten gab es vor dem Anpfiff: Eine zu Ehren des verstorbenen Altbundeskanzlers Helmut Schmidt und eine für die Opfer von Paris. Die Attentate von Frankreich und ihre Folgen hatten ein hohes Sicherheitsaufkommen in und um der Arena ausgelöst. 600 statt der üblichen 450 Ordner waren im Einsatz, auch die Polizei war entsprechend präsent.

Sportlich lenkten die Hausherren das Match rasch in eine eindeutige Richtung: Nach Treffern von Pierre-Michel Lasogga per Elfmeter (19.), Lewis Holtby (41.) und ein Eigentor von Mats Hummels (55.) lag der HSV bereits nach einer Stunde 3:0 in Front. Das 15. Saisontor von Aubameyang war für die Tuchel-Elf zu wenig (86.).

Für die Hanseaten, die mit 18 Punkten auf den achten Platz vorrückten, war es bereits der fünfte Sieg gegen den BVB aus den letzten sieben Duellen. ÖFB-U21-Teamspieler Michael Gregoritsch wurde beim HSV drei Tage nach seiner Gala im Ländervergleich gegen Deutschland in der 71. Minute eingewechselt. (APA, red, 20.11.2015)

  • Nach zuletzt vier Siegen in Serie musste der BVB wieder eine ganz bittere Pleite hinnehmen und konnte damit keinen Druck auf Tabellenführer Bayern München ausüben.
    foto: reuters/bimmer

    Nach zuletzt vier Siegen in Serie musste der BVB wieder eine ganz bittere Pleite hinnehmen und konnte damit keinen Druck auf Tabellenführer Bayern München ausüben.

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