Bestseller-Autor Robert Harris: "Römische Republik gleicht heutigem US-System"

Interview24. November 2015, 14:20
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über seinen altrömischen Thriller "Dictator"

Robert Harris ist einer der bekanntesten und besten Autoren von politisch-historischen Thrillern. Der frühere britische Journalist hat vor über 20 Jahren mit "Fatherland" ("Vaterland") einen Durchbruch erzielt, mit der Vision eines Europa im Jahre 1964, in dem Hitler-Deutschland den Krieg gewonnen hat. Es folgten "Enigma", basierend auf der historischen Tatsache, dass die Engländer den deutschen Code brechen konnten (was vor allem für den U-Boot-Krieg von entscheidender Bedeutung war); und "Archangel" (auf Deutsch "Aurora"), wo im Russland nach dem Kommunismus ein Sohn Stalins auftaucht. Zuletzt legte Harris mit "An Officer and Spy" (deutsch: "Intrige") einen Tatsachenroman über die Dreyfus-Affaire vor.

Zwischendurch tauchte er in "Pompeii" in die antike römische Welt ein, kam auf den Geschmack und begann eine Trilogie über den römischen Politiker und berühmten Redner Cicero, deren letzter Band "Dictator" nun auf deutsch erschienen ist *). Harris führt in die von Intrige, Mord , Wählerbestechung, aber auch von hohen Prinzipien und brillanter Rhetorik gekennzeichnete Welt der zusammenbrechenden römischen Republik. Der Erzähler ist wieder Ciceros Sklave/Sekretär Tiro, der eine Kurzschrift erfunden hatte, um die großen Reden seines Herrn zu verewigen.

Im englischsprachigen Video-Interview mit Hans Rauscher spricht Robert Harris über Parallelen des alten Rom zur heutigen Politik, über die Bedrohung der Demokratie und über Großbritanniens möglichen austritt aus der EU:

schueller
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(Hans Rauscher, 24.11.2015)

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