"Jahr der Forschung": 15 Zukunftsideen ausgezeichnet

20. November 2015, 17:50
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Nächstes Jahr rücken "Citizen Science" und "Open Innovation" in den Fokus

Wien – Das vom Wissenschaftsministerium ausgerufene "Jahr der Forschung" ist am Freitagabend mit einer Abschlussveranstaltung in Wien zu Ende gegangen. Dabei wurden 15 Finalisten für ihre in fünf Kategorien eingereichten "Zukunftsideen" ausgezeichnet – von "Zukunftsszenarien für Kärnten" über ein "Gärgassicherheitssystem" bis zu einem "Eyescratcher".

Die Ideen

In den von Rafael Lerchster ausgearbeiteten "Zukunftsszenarien für Kärnten" wurde die Abwanderung bzw. Überalterung in ländlichen Gebieten "neu gedacht", indem das Bundesland entweder als das "Florida Österreichs" ein "Senioren-Eldorado" wird – oder der größte zusammenhängende Natur- und Wildpark Österreichs. Das von Christoph Firnkranz entwickelte "Gärgassicherheitssystem" soll mittels eines CO2-Sensornetzwerks Landwirte vor lebensgefährlichen CO2-Konzentrationen in Weinkellern warnen. Und der "Eyescratcher"-Stick (Daphne Korb) soll etwa Kontaktlinsenträgern dazu dienen, das juckende Auge sanft zu "kratzen" und zu reinigen, ohne mit den Händen entzündungsverursachende Bakterien einzubringen.

In den fünf Themenfeldern "Gesellschaft & Ethik", "Gesundheit & Ernährung", "Lifestyle & Sport", "Technik & Mobilität", "Umwelt & Energie" wurden insgesamt mehr als 160 "Zukunftsideen" von Hobbyforschern und aus der Wissenschaftscommunity eingereicht, aus denen eine Jury 15 Projekte auswählte. Zu den Preisen zählen eine Studienreise zu den archäologischen Ausgrabungsstätten in Ephesos (Türkei) oder ein Wochenende Experimentalarchäologie im Freilichtmuseum Waldviertel.

2016 folgt die nächste Runde

Im Rahmen der Initiative wurden in Österreich mehr als 230 Veranstaltungen rund um die Themen Forschung und Wissenschaft, darunter "Science Talks", Veranstaltungen rund um die Unijubiläen und Workshops, abgehalten.

Kommendes Jahr will das Wissenschaftsministerium die Themen "Citizen Science" und "Open Innovation" in den Mittelpunkt stellen. Der öffentliche Konsultationsprozess, für den die Webseite "Open Innovation" eingerichtet wurde, soll im Frühjahr 2016 abgeschlossen sein. Die so gesammelten Ideen und Anregungen aus der Bevölkerung fließen in die Open Innovation-Strategie ein, die Mitte 2016 dem Nationalrat vorgelegt werden soll. (APA, 18. 20. 2015)

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