Leader Austria vor Hausaufgabe Admira

20. November 2015, 15:28
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Auswärtsstarke Niederösterreicher fühlen sich in Außenseiterrolle wohl

Wien/Maria Enzersdorf – Mit dem Selbstbewusstsein des Tabellenführers geht die Wiener Austria am Samstag (16.00 Uhr) ins Heimspiel gegen Admira Wacker Mödling. Auch das 1:1 im Schlager gegen Salzburg vor der Länderspielpause hat das Selbstvertrauen der "Veilchen" kaum beeinträchtigt, inklusive Cup ist man acht Partien en suite ungeschlagen. Die Breite Brust allein reicht aber noch nicht, warnte Trainer Thorsten Fink.

"Wir sind gewarnt"

"Klar ist der Auftrag, dass es nicht ohne größtmöglichen Einsatz geht, sonst hilft die breite Brust auch nichts", warnte der Deutsche vor den Niederösterreichern, die als Fünfter derzeit acht Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter haben. "Die Admira ist eine sehr gute Mannschaft, die nichts zu verlieren hat. Wir sind gewarnt und wollen einfach weiter machen", betonte Fink, der klarerweise einen Sieg sehen will, zumindest aber klaren Siegeswillen. Die Mittel dafür seien vorhanden: "Wir haben für alles eine Waffe."

Auch wenn ein Spiel gegen die Admira für seine Kicker eine andere mentale Ausgangslage mit sich bringe, sieht er keine Gefahr von Motivationsproblemen. "Daheim gegen die Admira, das ist eine Hausaufgabe, die wir erledigen müssen." Ähnlich fokussiert gab sich Innenverteidiger Richard Windbichler, der auf sein Ex-Team trifft. "Wir sind eine Mannschaft, die keine großen Töne spuckt, sondern sich von Spiel zu Spiel konzentriert. Am Samstag sind wir sicherlich Favorit, diese Rolle wollen wir bestätigen", erklärte der 24-Jährige.

"Nach einer Länderspielpause ist es immer schwierig, letztes Mal ist es uns aber gut gelungen", meinte Fink, der mit Ausnahme von Sikov bzw. dem U21-Quartett Martschinko, Friesenbichler, Serbest, Kvasina das Gros seiner Spieler zur Verfügung hatte. Abgesehen von den Dauerpatienten Goalie Almer und Ronivaldo kann Fink am Samstag auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Die Notwendigkeit von Umstellungen sieht er aber nicht. "Es hat alles super funktioniert. Im Moment wirkt das alles sehr eingespielt", sagte der 48-Jährige.

Admiras Defensive geschwächt

Bei der Admira fallen just vor dem schweren Auswärtsgang mit dem verletzten Zwierschitz und dem gesperrten Toth zwei wichtige Bestandteile der Defensive aus. "Ich hätte die beiden natürlich gerne dabei", meinte Co-Trainer Oliver Lederer, gab sich aber optimistisch, eine gute Lösung zu finden.

Die ist notwendig, wenn man in der Tabelle nicht weiter abrutschen möchte. Vier Partien ist man bereits ohne Sieg, hat sich vom 0:8 gegen Salzburg am 17. Oktober anscheinend noch nicht ganz erholt. Gegen Grödig, Ried und Altach kam man über Unentschieden nicht hinaus. "Wir sind seit langem wieder einmal nicht Favorit. Vielleicht tun wir uns diesmal leichter, wenn wir es nicht sind", meinte Cheftrainer Ernst Baumeister.

Dass der Kurzzeittabellenführer der 8. Runde in der Fremde antreten muss, sollte jedenfalls keinen Nachteil bedeuten. "Denn auswärts holten Schößwendter und Co. 11 ihrer 23 Punkte und damit fast die Hälfte. Ein Umstand, der wohl auch dem Spielstil der Niederösterreicher geschuldet ist. Lederer freilich sieht mehr Facetten. "Wir wollen uns nicht auf eine reine Umschaltmannschaft reduzieren lassen, dagegen wehre ich mich", sagte der 37-Jährige. Er peilt eine Teilnahme am UEFA-Pro-Lizenz-Trainerkurs im Frühjahr an. Dann dürfte er endlich auch offiziell den Cheftrainer geben. "Da wäre ich schon ein Eck glücklicher", meinte Lederer. (APA, 20.11.2015)

FK Austria Wien – FC Admira Wacker Mödling (Wien, Generali-Arena, Samstag, 16.00 Uhr, SR Muckenhammer). Bisheriges Saisonergebnis: 1:0 (a). Saison 2014/15: 1:2 (a), 4:0 (h), 1:1 (a), 0:1 (h)

Austria: Hadzikic – De Paula, Windbichler, Rotpuller, Martschinko – Holzhauser, A. Grünwald – Gorgon, Kehat, Zulechner – Kayode

Ersatz: Casali – Sikov, Salamon, F. Koch, Vukojevic, Meilinger, Serbest, Friesenbichler

Es fehlen: Almer (Teilabriss hinteres Kreuzband), Ronivaldo (Schambeinentzündung)

Admira: Siebenhandl – Ebner, Schößwendter, Wostry, Wessely – Lackner, Malicsek – Sax, Blutsch, Spiridonovic – Starkl

Ersatz: Kuttin – Posch, Maier, Knasmüllner, P. Zulj, R. Schicker

Es fehlen: D. Toth (gesperrt), Vastic (nach Kreuzbandriss), Zwierschitz (Sprunggelenksverletzung), Grozurek (Zerrung im Hüftbeuger)

  • Fink: "Nach einer Länderspielpause ist es immer schwierig, letztes Mal ist es uns aber gut gelungen".
    foto: apa/neubauer

    Fink: "Nach einer Länderspielpause ist es immer schwierig, letztes Mal ist es uns aber gut gelungen".

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