USA warnten im Mai vor Abdelhamid Abaaoud

19. November 2015, 23:31
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Analyse eines Polizeieinsatzes in belgischer Stadt Verviers: "Künftige IS-Operationen könnten unterbundenem belgischem Plot ähneln"

Washington – Das US-Ministerium für Heimatschutz hat im Mai in einem Bericht vor dem mutmaßlichen Drahtzieher der Anschläge von Paris gewarnt. Der achtseitige, nicht vertraulich gestempelte Bericht analysiert die Folgen eines im Jänner in der ostbelgischen Stadt Verviers vereitelten Anschlags. Überschrift: "Künftige IS-Operationen im Westen könnten dem unterbundenen belgischen Plot ähneln."

Das Dokument entstand in Zusammenarbeit mit dem FBI und dem nationalen Anti-Terror-Zentrum. Die deutsche "Bild"-Zeitung berichtete am Donnerstag online aus dem Bericht. Zuvor hatten die US-Sender Fox und CNN und die britische Zeitung "Daily Mail" darüber berichtet.

Bild zeigt Attentäter

Im Jänner erschossen Sondereinsatzkräfte in Verviers zwei mutmaßliche Jihadisten. Abdelhamid Abaaoud sei der Kopf dieser Zelle gewesen, heißt es in dem Bericht. Er habe sie von Athen aus gesteuert und sich frei durch Europa bewegt. Auf einem Bild ist er mit zwei weiteren Kämpfern des "Islamischen Staats" zu sehen, die bei dem Polizeieinsatz in Veviers ums Leben kamen.

Wörtlich schreibt das US-Heimatschutzministerium, zwar habe die Gruppe von Verviers wohl Anschläge in Belgien geplant. Bei den Ermittlungen über ihre Aktivitäten seien aber auch mehrere weitere europäische Länder aufgetaucht, darunter Griechenland, Spanien, die Niederlande – und Frankreich.

Der 28 Jahre alte Abdelhamid Abaaoud war am Mittwoch bei einem Polizeieinsatz in Saint-Denis getötet worden. Er gilt als Drahtzieher der Pariser Anschläge vom vergangenen Freitag, bei denen mindestens 129 Menschen getötet wurden. (red, APA, dpa, 19.11.2015)

  • Das Bild aus dem Bericht des US-Heimatschutzministeriums.
    screenshot: derstandard.at

    Das Bild aus dem Bericht des US-Heimatschutzministeriums.

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