"Financial Times"-Journalisten beschließen Streik

19. November 2015, 16:56
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Neuer Eigentümer Nikkei plant Einschnitte bei Pensionen, Geld soll für Mietzahlungen verwendet werden

London – Die Journalisten der britischen Wirtschaftszeitung "Financial Times" haben einen Streikbeschluss getroffen, um damit gegen geplante Einschnitte bei den Pensionen durch den neuen japanischen Zeitungs-Eigentümer Nikkei zu protestieren. Dies teilte die britische Gewerkschaft National Union of Journalists am Donnerstag in London mit.

Demnach haben bei einer Abstimmung in der Wirtschaftszeitung 92 Prozent für einen Streik gestimmt. An dem Votum nahmen zwei Drittel der Gewerkschaftsmitglieder bei der Zeitung teil.

Einsparungen für Mietzahlungen

Nach Angaben der Gewerkschaft planen die neuen Eigentümer und die Geschäftsführung der Zeitung vier Millionen Pfund (5,71 Millionen Euro) durch Änderungen bei den Unternehmens-Pensionen einzusparen und diese Gelder für Mietzahlungen für das Büro der Zeitung in Southwark Bridge in London zu verwenden. Das Büro sei noch im Besitz des vorigen Zeitungseigentümers, des britischen Verlags Pearson.

Die "Financial Times" bzw. ihr Chefredakteur Lionel Barber haben auf eine Anfrage von Reuters bisher nicht Stellung genommen.

Neuer Eigentümer

Die "Financial Times" gehört zu den renommiertesten Zeitungen mit Wirtschaftsschwerpunkt weltweit. Sie erschien erstmals 1888 und wird seit 1893 auf charakteristischem lachsfarbenen Papier gedruckt.

Die Wirtschaftszeitung hat die Entwicklung zum Online Publishing dank ihrer Digital-Abos bisher besser als andere Zeitungen verkraftet. Im Juli hatte der bisherige Eigentümer Pearson die Zeitung für 1,3 Milliarden Dollar (1,2 Milliarden Euro) an die japanische Mediengruppe Nikkei verkauft. (APA, 19.11.2015)

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