Alienware Steam Machine: Schwacher Konsolen-PC zu hohem Preis

19. November 2015, 13:55
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Dells erste Steam Machine kostet viel in Anbetracht der Leistung

Dell hat unter der Gaming-Marke Alienware als einer der ersten Hersteller eine so genannte Steam Machine für den heimischen Markt herausgebracht. Wie der Konzern in einer Aussendung bekanntgab, ist die Alienware Steam Machine ab sofort erhältlich.

"Das Gerät ist das Ergebnis einer jahrelangen engen Zusammenarbeit zwischen Alienware und Valve Software und verhilft dem traditionellen PC-Gaming zu einem neuen, Konsolen-ähnlichen Spielerlebnis", heißt es in einer Aussendung des Konzerns. Preislich liegt das Einstiegssystem mit 599 Euro allerdings deutlich über aktuellen Konsolenmodellen wie PS4 und XBO. Ein fast identes Modell vertrieb Dell zuvor unter dem Namen Alienware Alpha – ein Hands-on dazu finden Sie hier.

Leistungsfrage

Die Alienware Steam Machine kommt im platzsparenden Design und soll damit unauffällig neben dem Fernseher untergebracht werden können. Dem PC beigelegt ist ein Steam Controller. Als Betriebssystem kommt standardmäßig nicht Windows, sondern SteamOS zum Einsatz, wodurch Kunden Zugriff auf mehr als 1.500 PC-Games haben. Wenngleich die Mehrheit aller aktuellen PC-Spiele nur unter Windows laufen. Die Installation von Microsofts Betriebssystem kann manuell durchgeführt werden.

Das Basismodell für 599 Euro verfügt über einen Intel Core i3-Zweikern-Prozessor, eine nicht genau spezifizierte Nvidia GeForce GTX GPU (auf Niveau der Geforce 860M) mit 2 GB GDDR5-Speicher, 4 GB Arbeitsspeicher sowie eine 500-GB-Festplatte. Damit setzt der Hersteller selbst im Konsolenvergleich am unteren Ende des Leistungsspektrums an. Wer mehr Leistung möchte, hat die Auswahl unter weiteren Konfigurationen bis hin zu einem Modell mit Core i7, 8 GB Arbeitsspeicher und 1 TB Festplattenspeicher für 939 Euro.

Games on board

Anreize bietet Dell mit drei vorinstallierten Spielen: "Payday 2015 Game of the Year Edition", "Screencheat" und "Robot Roller-Derby Disco Dodgeball". Darüber hinaus können Kunden weitere Bonus-Inhalte und Ingame-Items kostenfrei herunterladen.

Ob Dell damit traditionellen Konsolen preislich wie spielerisch Konkurrenz machen kann, wird der Markt entscheiden. Einer der Vorteile sei laut dem Hersteller, dass sich Komponenten wie bei jedem PC nachträglich austauschen ließen. (zw, 19.11.2015)

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    bild: dell / alienware steam machine
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