EZB könnte Strafzinsen für Banken verschärfen

19. November 2015, 11:13
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Nach anderen zuvor sendet auch EZB-Chefvolkswirt Peter Praet Signale, die Untergrenze könnte niedriger liegen als vor Monaten angenommen

Frankfurt – EZB-Chefvolkswirt Peter Praet sendet Signale, dass die Strafzinsen für Banken weiter verschärft werden könnten. Die untere Grenze könne möglicherweise noch niedriger liegen als noch vor Monaten oder Jahren angenommen worden sei, sagte Praet am Donnerstag auf einem Finanzkongress in Frankfurt. "Zinsen sind Teil unseres Werkzeugkastens", sagte Praet. Der Chefvolkswirt bekräftigte zudem frühere Aussagen, wonach die Europäische Zentralbank (EZB) bereit sei zu handeln, falls dies erforderlich sein sollte.

Die Leitzins in der Euro-Zone liegt seit einiger Zeit auf dem Rekordtief von 0,05 Prozent. Banken müssen zudem Strafzinsen bezahlen, wenn sie bei der EZB Geld parken – der Einlagensatz liegt derzeit bei minus 0,2 Prozent. Dieser Zins ist eines der Instrumente, mit denen die EZB die Kreditvergabe ankurbeln will. EZB-Präsident Mario Draghi hatte im Oktober nach der Ratssitzung gesagt, dass über den Einlagensatz diskutiert werde. (Reuters, 19.11.2015)

  • Die EZB ist mit ihren Möglichkeiten noch nicht am Ende und denkt auch fleißig weiter nach, wie sie die Kreditvergabe ankurbeln kann.
    foto: apa/schmidt

    Die EZB ist mit ihren Möglichkeiten noch nicht am Ende und denkt auch fleißig weiter nach, wie sie die Kreditvergabe ankurbeln kann.

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