Obama besteht weiterhin auf Entmachtung Assads

19. November 2015, 11:11
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Fabius: Alle Kräfte im Kampf gegen den "Islamischen Staat" vereinen

Manila – US-Präsident Barack Obama besteht in den Bemühungen um ein Ende des Bürgerkriegs in Syrien auf einer Entmachtung von Präsident Bashar al-Assad. "Ich kann mir keine Situation vorstellen, in der wir den Bürgerkrieg in Syrien beenden könnten und in der Assad an der Macht bleibt", sagte Obama am Donnerstag in Manila. Die syrische Bevölkerung werde das nicht akzeptieren.

Assad wird von Russland seit Jahren unterstützt. Obama und der russische Präsident Wladimir Putin waren beim G20-Gipfel in der Türkei am Wochenende zusammengekommen.

Treffen zwischen Putin, Hollande und Fabius

Der französische Außenminister Laurent Fabius sagte mit Blick auf die Anschläge von Paris, zu denen sich die Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) bekannt hatte, im Kampf gegen den IS müssten alle Kräfte vereint werden. Er bescheinigte der russischen Führung im Sender France Inter, dass sie sich aufrichtig am Kampf gegen den islamischen Fundamentalismus beteilige. Die Gespräche sollten am kommenden Donnerstag bei einem Treffen Putins mit Frankreichs Präsident François Hollande fortgesetzt werden, an dem er auch selbst teilnehmen werde.

Russland brachte am Mittwoch im UN-Sicherheitsrat einen überarbeiteten Resolutionsentwurf für den Kampf gegen den IS ein. Hollande hatte nach den Anschlägen in Paris mit mindestens 129 Toten eine rasche Resolution des Sicherheitsrats gefordert. Assad trat am Mittwochabend im italienischen Sender RAI Hoffnungen des Westens auf einen raschen Machtübergang in Syrien entgegen. Der Prozess könne erst beginnen, wenn die Aufständischen zurückgedrängt würden, sagte Assad. Politisch sei "nichts zu erreichen", solange "die Terroristen" viele Gegenden in Syrien kontrollieren. (APA, 19.11.2015)

  • US-Präsident Barack Obama kann sich "keine Situation vorstellen, in der wir den Bürgerkrieg in Syrien beenden könnten und in der Assad an der Macht bleibt"
    foto: ap photo/susan walsh

    US-Präsident Barack Obama kann sich "keine Situation vorstellen, in der wir den Bürgerkrieg in Syrien beenden könnten und in der Assad an der Macht bleibt"

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