"Star Wars Battlefront": Stabile 60fps auf Konsolen, nur 720p auf Xbox One

19. November 2015, 11:41
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Analyse zeigt Verbesserungen gegenüber Beta – Abstriche bei Grafikdetails

Mit "Star Wars Battlefront" hat Hersteller Dice laut den Kritikern eine unterhaltsame, wenngleich etwas seichte Spielumsetzung des Krieg der Sterne abgeliefert. Dabei kann der Shooter nicht zuletzt durch eine saubere technische Aufbereitung und mit viel Liebe zu audio-visuellen Details überzeugen, die für ein authentisches "Star Wars"-Feeling sorgen.

Einer Analyse der Seite Digital Foundry zufolge hätten die Entwickler ganze Arbeit geleistet, das Spiel für die Konsolen PlayStation 4 und Xbox One zu optimieren. Das zeige sich speziell in einer fast durchwegs konstant flüssigen Bildrate von 60fps.

Auflösungsunterschiede und solide Performance

Um dies zu erreichen, mussten insbesondere bei der Xbox-One-Fassung Abstriche bei der Auflösung gemacht werden, die Bilder nativ mit 1280x720 Pixeln ausgibt. Trotz guter Kantenglättung ließe sich dadurch Treppeneffekte und leicht verschwommene Texturen nicht verhindern. Die PS4-Ausgabe verfügt ebenso nicht über eine Full-HD-Auflösung, erzeuge mit 50 Prozent mehr Pixel pro Bild (1600x900) und Kantenglättung allerdings sehr zufriedenstellende Ergebnisse. "Auf der PS4 resultiert die 900p-Auflösung in Kombination mit der exzellenten Kantenglättung in einem überraschend sauberen Look für eine sub-native Auflösung", so die Analysten.

Positiv für die Xbox-One-Version sei, dass sie trotz der niedrigeren Bildqualität es schaffe, ein klareres Bild zu haben als beide vorangegangenen "Battlefield"-Teile dieser Konsolengeneration. Bei beiden Versionen steche hingegen die solide Performance heraus. "'Star Wars Battlefront' gelingt es, über die meiste Zeit sehr konstante 60 Bilder pro Sekunde zu erzeugen. Selbst wenn Partikeleffekte das Sichtfeld füllen, bricht die Bildrate nicht ein. Es ist ein Leistungsniveau, das auf Augenhöhe mit jenem von Spielen wie 'Halo 5' oder 'Metal Gear Solid 5' ist", heißt es im Test.

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Sichtweite

Die größte Einschränkung auf beiden Konsolen sei ein striktes Level-of-Detail-System, das Objekte in der Ferne ausblendet und Geometriedetails reduziert. "Das kann manchmal ablenkend sein, speziell von einem höheren Aussichtspunkt betrachtet, aber das ist ein notwendiger Kompromiss, um die Bildrate zu halten. Viele dieser Limitierungen sehen wir auch bei 'Halo 5' oder 'Metal Gear Solid 5'".

Abschließend zeigt sich Digital Foundry überzeugt von der Performance und Qualität der Konsolenfassungen. "Wir sind beeindruckt davon, dass Dice nicht aufgehört hat, das Spiel bis zum Start zu optimieren und verbessern, obwohl bereits bei der Beta-Version nur noch wenig zu beanstanden war."

candyland

PC nicht allzu anspruchsvoll

Bei den hohen empfohlenen Systemanforderungen für die PC-Ausgabe gab Eurogamer bereits vor einem Monat Entwarnung. Die empfohlenen 16 GB RAM dürften etwas hochgegriffen sein. Im Zuge eines Vorabtests erwies sich ein System mit i7-4790-Prozessor, 8 GB RAM und AMD-R9-290X-Grafikkarte als ausreichend stark, um das Spiel mit über 60 Bildern pro Sekunde und 1080-p-Auflösung bei maximalen Details auszugeben. Für Besitzer schwächerer PC gebe es ebenso gute Nachrichten. Das Spiel biete jede Menge Optionen, die Grafikdetails herunterzuschrauben und flüssiges Spielen zu ermöglichen.

Die Frage sei jetzt nur noch, wie gut der Netzcode dem Ansturm der Spieler stand halte. Im Zuge der Early-Access-Phase auf der Xbox One eine Woche vor dem Start zeigten sich EAs Server stabil. Seit dem US-Start am vergangenen Dienstag sind bislang ebenfalls nicht viele Beschwerden aufgekommen. Daumen halten. (zw, 19.11.2015)

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