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Lebenslanges Lernen fördern

20. November 2015, 10:05

Die Grundausbildung eines Menschen reicht schon lange nicht mehr, um beruflich nachhaltig zu reüssieren.

Die Bedeutung von lebenslangem Lernen (LLL) ist hierzulande beinahe unumstritten: 87 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher erachten dieses als sehr wichtig bzw. einigermaßen wichtig. Das ergab das für Österreich repräsentative Weiterbildungsbarometer 2015 des IMAS-Instituts, für das im Herbst 2015 1.002 Österreicher/innen über 16 Jahre befragt wurden. "In der Realität hapert es allerdings", kommentiert WIFI Österreich-Kurator Mag. Markus Raml die Studienergebnisse. Denn von jenen Befragten, die lebenslanges Lernen sehr wichtig finden, hat nur ein knappes Viertel dieses nach eigenen Angaben bereits stark umgesetzt. Gefragt nach den Hauptzielen im Leben, standen ein harmonisches Familienleben und ein sicherer Arbeitsplatz ganz oben, während der Drang nach Wissen eher gering ausgeprägt zu sein scheint.

Wettbewerbsfaktor Weiterbildung

"Laut IMAS-Studie gaben außerdem nur 27 % der Befragten als Lebensziel an, vieles zu wissen und neugierig bleiben zu wollen, und nur 13 % wollten lebenslang lernen und sich beruflich weiterbilden", so Raml. "Genau hier müssen wir ansetzen. Dank dem rasanten Fortschritt wissen wir heute nicht, was wir morgen wissen müssen. Die Grundausbildung eines Menschen reicht schon lange nicht mehr, um beruflich nachhaltig erfolgreich zu sein. Ohne stetige Weiterbildung können wir in unserer dynamischen, hoch technologisch geprägten Wissensgesellschaft nicht reüssieren!"

Dynamische Berufsbiographien, demographische Veränderungen und der strukturelle wirtschaftliche Wandel machen es unabdingbar, lebenslang zu lernen. Der technologische Fortschritt bringt es mit sich, dass Wissen immer schneller veraltet und Menschen über umfassende Problem- und Handlungskompetenzen verfügen müssen, um beruflich bestehen zu können. Diese Kompetenzen sind es, die in Unternehmen gebraucht werden, wenn diese innovativ sein wollen und mit ihren Mitarbeitern und deren Potenzialen am Markt nachhaltig reüssieren wollen. Die Bereitschaft, sich durch kontinuierliche Weiterbildung neue Impulse für Innovationen zu holen, ist ein wesentlicher Faktor für einen wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstandort Österreich.

Appell an die Politik: Anreize schaffen

Lebenslanges Lernen ist für Raml Pflicht, nicht Kür. Der WIFI Österreich-Kurator richtet daher gemeinsam mit Prof. Dr. Michael Landertshammer, Institutsleiter WIFI Österreich, eine klare Forderung an die Bildungspolitik: Anreizsysteme für Weiterbildung müssten ausgebaut werden. Konkret seien Bildungsprämie und Bildungsfreibetrag für Unternehmen wieder einzuführen und das Bildungskonto für Einzelne endlich zu realisieren. Investitionen in Bildung rechnen sich generell – dies gilt sowohl für den Staat als auch für die Unternehmen selbst. Erwiesenermaßen hängen fast 40 Prozent des Erfolges eines Unternehmens von der Personalarbeit und der Qualifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ab. Es gibt immer eine Rendite, die mindestens genau so hoch – in der Regel jedoch viel höher – ist, als jene bei der Investition etwa in Infrastruktur.


Weiterführende Infos: www.wifi.at

  • Mag. Markus Raml, Kurator WIFI Österreich (links im Bild) und Prof. Dr. Michael Landertshammer, Institutsleiter WIFI Österreich setzen sich gemeinsam für einen der wichtigsten Wettbewerbsfaktoren der Wirtschaft ein: das lebenslange Lernen.
    foto: manfred burger

    Mag. Markus Raml, Kurator WIFI Österreich (links im Bild) und Prof. Dr. Michael Landertshammer, Institutsleiter WIFI Österreich setzen sich gemeinsam für einen der wichtigsten Wettbewerbsfaktoren der Wirtschaft ein: das lebenslange Lernen.

  • Dynamische Berufsbiographien, demographische Veränderungen und der strukturelle wirtschaftliche Wandel machen es unabdingbar, ein Leben lang zu lernen.
    foto: wifi österreich

    Dynamische Berufsbiographien, demographische Veränderungen und der strukturelle wirtschaftliche Wandel machen es unabdingbar, ein Leben lang zu lernen.

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