Do & Co serviert und verdient mehr

19. November 2015, 10:34
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Der Caterer hat im ersten Geschäftshalbjahr 2015/16 mehr umgesetzt und operativ besser verdient

Wien – Der börsennotierte heimische Caterer Do & Co von Attila Dogudan hat im ersten Geschäftshalbjahr 2015/16 mehr umgesetzt und operativ besser verdient, unterm Strich durch einen Sondereffekt aber weniger Gewinn geschrieben. Der Nettogewinn sank im Zeitraum April bis September im Jahresabstand um 6,6 Prozent auf 18,9 Millionen Euro, er war damit jedoch höher als von Analysten erwartet.

Der Umsatz wuchs kräftig um 20 Prozent auf 475 Millionen Euro, das EBITDA legte im gleichen Ausmaß auf 48,3 Millionen Euro zu. Höhere Abschreibungen und Wertminderungen von 16,2 (nach 11,2) Millionen Euro ließen das Betriebsergebnis (EBIT) lediglich um elf Prozent auf 32,1 Millionen Euro steigen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Das EBITDA lag leicht über den Prognosen, das EBIT "in line".

Einmaliger Sondereffekt

Dass der Nettogewinn wie im ersten Geschäftsquartal auch im Halbjahr unter Vorjahr lag, ist einem damaligen Sondereffekt zuzuschreiben, nämlich einem "Total Return Equity Swap" eines mit Unicredit durchgeführten Derivativgeschäfts in Höhe von 11,4 Mio. Euro. Bereinigt darum hätte das Konzernergebnis in den ersten sechs Monaten 2014/15 nur 14,1 Mio. Euro betragen, weniger als heuer.

Im Hauptsegment "Airline Catering" steigerte Do & Co heuer im Halbjahr den Umsatz um fast 22 Prozent auf 326 Mio. Euro und verbesserte das EBIT um 24 Prozent auf 28,3 Mio. Euro. Die Division "International Event Catering" setzte 65 Mio. Euro um (+34 Prozent) und brachte es auf 3,4 (2,4) Mio. Euro EBIT. Bei "Restaurants, Lounges & Hotel" erhöhten sich die Umsätze um über 5 Prozent auf knapp 84 Mio. Euro, das EBIT ging jedoch auf 0,4 (3,7) Mio. Euro zurück (Quote 0,5 nach 4,7 Prozent).

Der Mitarbeiterstand des Do-&-Co-Konzerns legte im Jahresabstand auf 9.890 (8.687) zu. Das Eigenkapital wird per 30.9. mit fast 217 Mio. Euro beziffert, nach 158 Mio. Euro ein Jahr davor; die Eigenkapitalquote verbesserte sich auf 37,1 (30,6) Prozent. Jedoch legten die Finanzverbindlichkeiten – nicht ganz vergleichbar – auf 102 (fast 11) Mio. Euro zu und das Net Gearing auf 47,2 (6,7) Prozent. (APA, 19.11.2015)

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    foto: apa
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