Rosenbauer mit Rekord-Auftragsstand

19. November 2015, 08:42
2 Postings

Der Feuerwehrausrüster verzeichnet zwar einen leichten Gewinnrückgang, hat die Bücher aber zum Bersten voll

Leonding – Der oberösterreichische Feuerwehrausrüster Rosenbauer hat heuer bis September wie erwartet weniger verdient, blickt aber mit dem bisher höchsten Auftragsbestand der Firmengeschichte optimistisch in die Zukunft. Der Auftragspolster lag zuletzt mit 846 Mio. Euro 11 Prozent höher als ein Jahr davor. Der Neunmonats-Nettogewinn sank um 12 Prozent auf 21 Mio. Euro, etwas besser als Analysten erwarteten.

Neuaufträge erhielt der Konzern in den ersten drei Quartalen für 699 Mio. Euro, um ein Zehntel mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Die Umsatzerlöse wuchsen bis September um 12 Prozent auf 628 Mio. Euro; der Vorjahreswert wurde wegen geänderter Segmentberichterstattung auf 562 Mio. Euro angepasst, erklärte Rosenbauer am Donnerstag.

Operativ (EBIT) verdiente man heuer mit 27,6 Mio. Euro bisher um 13 Prozent weniger, das führt Rosenbauer auf Markteinführungskosten für neue Produkte und Aufwendungen für den Auftritt auf der weltgrößten Branchenmesse zurück; die EBIT-Marge sank auf 4,4 (5,6) Prozent. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) betrug 26,4 (30,5) Mio. Euro.

Leichte Belebung erwartet

Erwartet wird eine leichte Belebung der Gesamtnachfrage am Feuerwehrmarkt. Dank der guten Auftragseingänge und der erweiterten Produktionskapazitäten gehe man von einer Fortsetzung des Wachstumskurses aus, heißt es im Ausblick.

Nach wie vor erwarte man für 2015 eine Umsatzsteigerung von 10 Prozent; das operative Ergebnis werde damit aber nicht mithalten können – die EBIT-Marge werde unter 6 Prozent erwartet. Im Halbjahresbericht hatte Rosenbauer auch für das operative Ergebnis noch mit einem Anstieg um 10 Prozent fürs Gesamtjahr gerechnet.

Das Wachstum werde überwiegend aus Asien sowie dem Nahen und Mittleren Osten kommen. Am nordamerikanischen Markt sollte 2015 ein positiver Nachfragetrend einsetzen, erklärte das Leondinger Unternehmen weiter. Die Branche in Europa werde aber – wenn überhaupt – wohl nur einen leichten Aufschwung nehmen. Beschäftigt wurden Ende September 3.067 Mitarbeiter, sechs Prozent mehr als ein Jahr davor (2.898). (APA, 19.11.2015)

  • Hier der neue Panther.
    foto: rosenbauer

    Hier der neue Panther.

Share if you care.