60 Prozent der Österreicher beklagen Geldmangel

19. November 2015, 08:15
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Viele haben das Gefühl, mit ihrem Geld nicht auszukommen. Steuern, Benzinkosten und Lebensmittelpreise machen ihnen das Leben schwer

Wien – Fast 60 Prozent der Österreicher haben das Gefühl, mit ihrem Geld nicht auszukommen. Als häufigste Ursachen wurden in einer im Herbst durchgeführten Umfrage des Inkassobüros Intrum Justitia die Steuern (52 Prozent), der Benzinpreis (49 Prozent), Kosten für medizinische Betreuung (48 Prozent) und Lebensmittel (47 Prozent) sowie Ausbildungskosten der Kinder (45 Prozent) genannt.

Trotzdem bezahlen die meisten der Befragten ihre Rechnungen pünktlich: 39 Prozent sagten zwar, dass sie in den letzten zwölf Monaten einzelne Rechnungen nicht fristgerecht bezahlt haben – das geschah jedoch meistens (63 Prozent) aus eigener Nachlässigkeit. Nur rund 14 Prozent konnten oder wollten nicht pünktlich zahlen.

Jedem Dritten geht es wirtschaftlich "gut"

In Österreich beschrieb fast ein Drittel der Befragten die eigene wirtschaftliche Situation als "sehr gut" oder "recht gut" – von den Männern sagten das 39 Prozent, bei den Frauen waren es 25 Prozent. Zwei Drittel schaffen es, jeden Monat im Durchschnitt rund 200 Euro zur Seite zu legen, meist als Notgroschen für unvorhergesehene Ausgaben (72 Prozent) oder für Reisen und Urlaube (41 Prozent).

Intrum Justitia hat im August und September in 21 europäischen Ländern mehr als 22.000 Menschen über 15 Jahren online befragen lassen. Die Ergebnisse werden im "European Consumer Payment Report" und im "Consumer Payment Report Österreich" veröffentlicht. (APA, 19.11.2015)

  • Das Gefühl trügt nicht: Die Lebenshaltungskosten sind kräftig gestiegen, die Einkommen stagniert.
    foto: epa/andreas gebert

    Das Gefühl trügt nicht: Die Lebenshaltungskosten sind kräftig gestiegen, die Einkommen stagniert.

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