Luxemburg verbietet wegen Terror Verkauf anonymer Prepaid-Karten

19. November 2015, 08:10
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Als Sicherheitslücke betrachtet – Stöger: Wertkartenverbot steht in Österreich nicht zur Diskussion

Luxemburg hat den Verkauf anonymer Prepaid-Karten verboten, damit diese nicht von Terroristen benutzt werden können. Premierminister Xavier Bettel betrachte die Mobilfunk-Karten, die bisher ohne Angabe von Name und Adresse erworben werden konnten, als Sicherheitslücke, sagte ein Regierungssprecher am Mittwochabend.

Nur mit Ausweis

In Zukunft müssten die Käufer von Prepaid-Karten wie in anderen europäischen Ländern ihren Ausweis zeigen. Die Luxemburger Post entschied, ab sofort keine Prepaid-Karten mehr anonym zu verkaufen. Andere Anbieter anonymer Telefonkarten seien ebenfalls darum gebeten worden, sagte der Sprecher.

Hierzulande steht eine solche Maßnahme hingegen derzeit nicht zur Diskussion: Ein Wertkartenverbot werde derzeit nicht diskutiert und sei in Österreich auch gar nicht so einfach, sagte der Sprecher von Verkehrsminister Alois Stöger (SPÖ), Christoph Ertl, am Donnerstag auf APA-Anfrage. Hierzulande müsste man das Telekommunikationsgesetz ändern. (APA, 19.11.2015)

  • Smartphones dürfen in Luxemburg nicht mehr mit anonymen Wertkarten betrieben werden
    foto: reuters/kham

    Smartphones dürfen in Luxemburg nicht mehr mit anonymen Wertkarten betrieben werden

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