Philippinische Polizei geht mit Wasserwerfern gegen Apec-Gegner vor

19. November 2015, 12:02
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Hunderte demonstrieren in Manila gegen Freihandel – APEC-Staaten fordern mehr Solidarität im Antiterrorkampf

Manila – Am zweiten Tag des Apec-Gipfels in Manila ist die philippinische Polizei mit Wasserwerfern gegen hunderte Gegner des Asiatisch-Pazifisichen Wirtschaftsforums vorgegangen.

Mit in die Luft gereckten Fäusten und "Junk Apec"-Plakaten (Schrott Apec) versuchte die Menge am zum Tagungsort vorzudringen, wo Präsident Benigno Aquino seinen US-Kollegen Barack Obama, den chinesischen Staatschef Xi Jinping und andere Gäste empfing. Mit Schlagstöcken und Schutzschilden ausgerüstete Bereitschaftspolizisten stoppten die Demonstranten.

Gegen Freihandel

Der Protest richtete sich gegen die Freihandelsagenda der Apec. "Aquino sollte sein Volk schützen, die Globalisierung hat die Preise für unsere eigenen Produkte gedrückt", sagte der 47-jährige Landwirt Nida Floresca. "Wir haben nicht mal genug Wasser, um unsere Felder zu bewässern."

Ein Polizist schätzte die Menge der Demonstranten auf 2.000, Meldungen über Festnahmen oder Verletzte gab es zunächst nicht. Die Regierung hatte insgesamt 20.000 Sicherheitskräfte mobilisiert, um den Gipfel abzuschirmen.

Im Lichte der Anschläge von Paris, Beirut und auf das russische Flugzeug über dem Sinai in Ägypten sehen die APEC-Staaten indes dringenden Handlungsbedarf im Antiterrorkampf. "Wir lassen es nicht zu, dass der Terrorismus die Grundwerte bedroht, die unsere freien und offenen Volkswirtschaften stützen", hieß es indes in der Abschlusserklärung des Gipfeltreffens. "Wir betonen die dringende Notwendigkeit größerer internationaler Kooperation und Solidarität, um den Terrorismus zu bekämpfen." Sie bekräftigten Initiativen, um Terroristen den Geldhahn zuzudrehen und Extremisten am Reisen zu hindern. (APA, 19.11.2015)

  • Die Beamten gingen rigoros gegen die Demonstranten vor.
    foto: ap photo/wally santana

    Die Beamten gingen rigoros gegen die Demonstranten vor.

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