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Jung, innovativ und kreativ: Die Teilnehmer von aws First im Überblick

18. November 2015, 15:20
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Startup-Förderprogramm geht mit zehn neuen Projekten in die nächste Runde – vom Klopapier-Magazin bis hin zum Smartphone-Spiel für blinde Nutzer

Das erfolgreiche Startup-Förderprogramm aws First geht in die zweite Runde. Zehn junge Teams erhalten die Chance, ihre Ideen im nächsten Jahr mit professioneller Unterstützung zu einem marktfähigen Geschäftsmodell zu entwickeln. Die kreativen, ungewöhnlichen und bisweilen kuriosen Projekte überraschten dabei sogar einige Experten aus dem Business. Eine Vorstellung der ersten fünf Teams und Ideen in Kurzportraits.

Erfolgsgeschichten

Die Aussichten, dass es bei den Teilnehmern nach den aws-Trainings, Mentorings und den Unterstützungen beim Networking zu einer Unternehmensgründung kommt, sind hoch. Aus den zehn Teams, die an der ersten Ausgabe von aws First im vergangenen Jahr teilgenommen haben, hat mit Wogenfels bereits die erste Gruppe eine GmbH gegründet. Die Kärntner bauen smarte Geldbörsen aus Qualitätshölzern.

Vier weitere Teams vor Gründung

Vier weitere Teams aus der ersten Saison von aws First befinden sich in den abschließenden Vorbereitungen für die Unternehmensgründung. Die Musik-App Phono, das charmante Café-Projekt Blatt & Blüte, die Social-Networking-App Jumparound und der Recruiting-Dienst Coduno, der bereits Aussicht auf Finanzierungsgelder in Höhe von 200.000 Euro hat, wollen ihr Startup mit der Gründung demnächst offiziell besiegeln.

Die Arbeit geht los

Für die nächste Generation an Teilnehmern am aws-Programm beginnt nun die harte Arbeit. Im Business Lab befassen sie sich intensiv mit der Weiterentwicklung ihrer Geschäftsmodelle, bekommen den Unternehmergeist vermittelt und lernen von Experten über die Hintergründe einer erfolgreichen Unternehmensgründung. Ein Stipendium ermöglicht den Teams, finanziell unabhängiger zu agieren und sich im nächsten Jahr auf ihre Projekte zu konzentrieren.

foto: aws
Die Teilnehmer von aws First – hochmotiviert geht es jetzt ans Eingemachte.

Klopapier als das "letzte überlebende Printmedium"

Eine der kuriosesten Ideen beim diesjährigen aws-Programm ist "Die Hauptrolle". Florian, Alexander und Clemens wollen ein Studentenmagazin etablieren, das qualitativ hochwertige Artikel, die unterhaltsam und bildend sind, bietet. Klingt erstmal nicht allzu besonders, ungewöhnlich wird dann aber das Druckpapier: "Die Hauptrolle" wird als bedrucktes Klopapier erscheinen, ein Artikel soll in etwa zwei Blätter umfassen.

Für Abnehmer soll das Klopapier kostenlos sein, die Finanzierung wird über den Verkauf von Werbeflächen erfolgen. "Der Mensch verbringt drei Jahre seines Lebens auf der Toilette", so die FH-Studenten. "Wir haben Klopapier als das letzte überlebende Printmedium erkannt." Mit "Die Hauptrolle" sollen Werbebotschaften wieder vermittelt werden, ohne nervig oder marktschreierisch zu wirken. Ab Februar wird das Klopapier-Magazin voraussichtlich erhältlich sein.

foto: aws
Das Team vom Klopapier-Magazin "Die Hauptrolle"

Autorennspiel für blinde Smartphone-Nutzer

Eine weitere ungewöhnliche aber umso genialere Idee stellt die Smartphone-App "Beat the Track" dar. Das Autorennspiel, das auf ein auditives Interface setzt, kann von sehenden und blinden Menschen gespielt werden. Das Fahrzeug wird über die Neigungssensoren des Smartphones gesteuert, das Feedback erfolgt rein über die Tonwiedergabe – weshalb zum Spielen ein Stereo-Kopfhörer benötigt wird.

Auf die Idee kamen die beiden Oberösterreicher, als sie in der HTL in Kontakt mit einem blinden iPhone-Nutzer gekommen sind. Er erzählte ihnen, dass er sein Smartphone über die Voice-Over-Funktion von iOS steuere, es aber leider kaum Spiele für blinde Personen gebe. Das wollen Stefan und Moritz mit ihrer App ändern. Ein Prototyp von "Beat the Track" wurde bereits entwickelt, mit Unterstützung durch aws soll die App dann in einem Jahr erscheinen.

foto: aws
"Beat the Track" ermöglicht blinden Smartphone-Nutzern Autorennspaß.

Brettspiel für Blinde und Sehende

In einer ähnlichen Kategorie ist "OMNIS" anzusiedeln. Anders als bei den Kollegen handelt es sich bei dem Projekt von Debbie, Magdalena und Verena aber nicht um eine Smartphone-App, sondern um ein Brettspiel. "OMNIS" kann von blinden und sehenden Personen gleichermaßen gespielt werden und soll damit eine Barriere zwischen diesen Welten brechen.

Eine erste Version des Spiels ist bereits fertig gestellt, nun soll weiter daran gefeilt werden. Eine der Herausforderungen dabei ist, das Spiel möglichst kostengünstig umzusetzen. Denn vergleichbare Spiele seien oft zu teuer. Als Spielmaterialien kommen Figuren, die magnetisch am Spielfeld gehalten werden, Elemente aus Holz, die für blinde Personen angenehmer zu tasten sind, und Münzen, die wie echtes Geld an den Rändern gerillt sind, zum Einsatz.

foto: aws
Das Team von "OMNIS" arbeitet an einem Brettspiel für Blinde und Sehende.

Hoch hinaus mit "Wolki"

Wieder in einen gänzlich anderen Bereich geht es mit "Wolki". Das Projekt von Markus und Simon handelt, wie man anhand des Namens fälschlicherweise vermuten könnte, nicht von einem Cloud-Dienst, sondern von einem mobilen Personenseilaufzug. "Wolki" wurde entwickelt, um Höhenarbeitern ihren Arbeitsalltag zu erleichtern. Derzeit arbeiten die beiden Oberösterreicher am Prototypen.

Auf die Idee dazu kamen Markus und Simon, als sie die Restaurierungsarbeiten an einer Kirche beobachteten. Die Arbeiter quälten sich dabei, sich mit einem Seil nach oben zu ziehen. Mit "Wolki" können sie sich hingegen in die Sitzschale setzen und mit zwei Knöpfen den Aufzug steuern. Dieser fährt an einem zuvor am Dach des Gebäudes befestigten Kletterseil nach oben und unten.

Das Team "Wolki" tüftelt an einem mobilen Personenseilaufzug für Höhenarbeiter.

Uni-Lernstoff einfacher und schneller meistern

Die TU-Studenten Alexander, Marion und Fabian haben es sich zum Ziel gemacht, eine neue Lernmethode für Studenten zu entwickeln. Sie arbeiten daran, Lerninhalte mit der Unterstützung einer App zu vermitteln. Der Stoff einer Lehrveranstaltung soll dabei in Form einer Quiz-App aufbereitet werden, mit der Studenten dann auch unterwegs auf die Inhalte zugreifen können.

Damit nicht genug, wird es mit der App auch möglich sein, andere Mitstudenten in Challenges herauszufordern. Das Team erhofft sich dadurch, neue Anreize zum Lernen zu schaffen und Lernbarrieren zu überwinden. Alexander, Marion und Fabian wollen ihr Projekt mit der Unterstützung von aws First nun zur Marktreife führen. Durch ein befreundetes Team, das im vergangenen Jahr am Programm teilgenommen hat, konnten sie bereits Einblicke gewinnen.

foto: aws
Alexander, Fabian und Marion wollen mit ihrem Projekt Lernprozesse von Studenten optimieren.

Demnächst werden die weiteren fünf Teilnehmer der zweiten Runde von aws First vorgestellt. (Martin Wendel, 11 2015)


Weitere Details: www.awsg.at/first

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