Experte fordert Ansiedelungspolitik für digitale Start-up-Szene

18. November 2015, 12:05
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Nachholbedarf in Österreich bei "innovativen Geschäftsmodellen"

Einen "enormen Bedarf an IT-Kompetenz" in Österreich sieht der Geschäftsführer der international tätigen Denkwerkstatt IMP, Franz Bailom. Neben Maßnahmen im Bildungsbereich brauche es in der Ansiedelungspolitik spezielle Förderungen für Start-up-Unternehmen im IT-Bereich, sagte Bailom am Mittwoch am Rande einer Pressekonferenz in Innsbruck.

IT-affine Leute anzulocken

Es gelte, "IT-affine Leute anzulocken" und ein attraktives Wohn-und Arbeitsumfeld für solche Start-up-Unternehmer im ländlichen Raum zu schaffen. Diese "Hot-Spots" sollten ein "Gegenkonzept" zu jenen in großen Städten wie etwa in Berlin sein, meinte der Geschäftsführer, der aber keinen direkten Vergleich mit dem Silicon Valley in Kalifornien ziehen wollte.

"Digitale Modelllogik"

Generell sah Bailom in Österreich wie auch in Europa einen Handlungsbedarf bei vielen Unternehmen, was die Schaffung von "innovativen Geschäftsmodellen" bzw. einer "digitalen Modelllogik" betrifft. "Rund 30 Prozent der Unternehmen haben noch keine Vorstellung davon, was im Bereich der Digitalisierung abgeht", sagte der Experte. 40 bis 45 Prozent würden zwar glauben, die Digitalisierung verstanden zu haben, würden darunter aber etwa "die Umstellung einer Fax- in eine E-Mail-Bestellung" subsumieren. Es brauche jedenfalls Innovationen auf Produktseite. (APA, 18.11. 2015)

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IMP

  • Coworking-Space in Wien.
    foto: apa

    Coworking-Space in Wien.

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