Schicksal von serbischer Nachrichtenagentur Tanjug weiterhin unklar

18. November 2015, 11:43
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Rund 90 von 180 Beschäftigten nun ohne Job

Belgrad – Das Schicksal der serbischen staatlichen Presseagentur Tanjug, die entsprechend dem Gesetz seit Ende des Oktober nicht mehr mit Zuschüssen aus der Staatskasse rechnen kann, ist weiterhin ungewiss. Das Kulturministerium hatte Anfang November die Liquidierung der im Jahr 1943 gebildeten Presseagentur bekannt gegeben. Ihre Arbeit wurde aber nicht eingestellt.

Rund 90 von insgesamt 180 Mitarbeitern der Presseagentur wurden laut Medienberichten vom Dienstag diese Woche von der Personalabteilung telefonisch informiert, dass sie ihren bisherigen Job verloren hätten. Die restlichen Mitarbeiter sollen ihre Arbeit fortsetzen.

Zwei Versuche in diesem Jahr, einen Käufer für die Presseagentur zu finden, scheiterten. Ob derzeit ein weiterer Versuch im Gang ist, einen Käufer zu finden, um die Arbeit der Presseagentur doch zu sichern, wurde offiziell nicht bestätigt. Inoffiziell war zu hören, dass die Presseagentur mit dem verbliebenen Personal derzeit bemüht sei, die Verpflichtungen gegenüber ihren Kunden zu erfüllen. (APA, 18.11.2015)

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