Devisenskandal: Barclays will sich freikaufen

18. November 2015, 09:41
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Die Großbank will laut einem Insider erneut mehr als 100 Millionen Dollar zahlen, um Manipulationsvorwürfe aus dem Weg zu räumen

New York – Die britische Großbank Barclays muss einem Insider zufolge erneut für Altlasten geradestehen. Um Vorwürfe einer New Yorker Finanzaufsichtsbehörde aus der Welt zu räumen, werde das Institut mindestens 100 Millionen Dollar zahlen, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Es gehe um Anschuldigungen, den Devisenmarkt manipuliert zu haben. Der Vergleich dürfte bis spätestens nächsten Monat erfolgen.

Die Bank lehnte eine Stellungnahme zu den Informationen ab, über die zuerst die "Financial Times" berichtet hatte. Die Behörde war zunächst nicht erreichbar.

Barclays ist in mehrere Skandale verwickelt. So wurden unter anderem diesen Monat bereits 120 Millionen Dollar zugesagt, um Rechtsstreitigkeiten in den USA wegen der Manipulation des Referenz-Zinssatzes Libor zu beenden. Solche Zahlungen belasten regelmäßig die Bilanz des Instituts. Unter neuer Führung soll Barclays künftig rentabler werden, obwohl mit hohen Sonderkosten durch Altlasten und Auflagen der Aufsichtsbehörden zu rechnen ist. (Reuters, 18.11.2015)

  • Es wäre nicht der erste Manipulationsvorwurf, von dem sich die britische Barclays mit einem dreistelligen Millionenbetrag freikauft.
    foto: ap/kirsty wigglesworth

    Es wäre nicht der erste Manipulationsvorwurf, von dem sich die britische Barclays mit einem dreistelligen Millionenbetrag freikauft.

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