Einsatz von Anti-Personen-Minen im Jemen beklagt

18. November 2015, 08:51
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Human Rights Watch fordert Stopp der geächteten Waffen

Dubai – Die Organisation Human Rights Watch (HRW) hat den Einsatz von Anti-Personen-Minen durch die schiitischen Houthi-Rebellen im Jemen beklagt. Durch die Minen seien seit September mindestens zwölf Menschen getötet und neun weitere verletzt worden, teilte die Menschenrechtsorganisation am Mittwoch mit.

Betroffen seien vor allem die südlichen Provinzen des Landes. Die tatsächliche Zahl ziviler Opfer durch die verbotenen Minen schätzt HRW ohne nähere Angaben als "viel höher" ein.

"Blinde Waffen"

Die Menschenrechtsorganisation bezeichnete die geächteten Anti-Personen-Minen als "blinde Waffen" und forderte die Houthi-Rebellen auf, auf ihren Einsatz "sofort zu verzichten". Die Rebellen kontrollieren die Hauptstadt Sanaa und einen Großteil des Nordens. Im Süden sehen sie sich einer Offensive der Regierungstruppen gegenüber, die von einer arabischen Militärkoalition unterstützt werden.

Im Jemen kämpfen seit September 2014 die Truppen von Präsident Abd-Rabbu Mansour Hadi gegen die schiitischen Houthi-Rebellen und andere Gruppen, die dem ehemaligen Präsidenten Ali Abdallah Saleh die Treue halten. Seit März fliegt eine von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition Luftangriffe auf die Rebellen. Seitdem wurden nach UNO-Angaben mehr als 5.000 Menschen getötet, mehr als die Hälfte davon Zivilisten. (APA, 18.11.2015)

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