US-Justiz nimmt RBS und JPMorgan ins Visier

18. November 2015, 08:40
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Wegen dubioser Hypotheken-Deals vor der Finanzkrise

New York – Das US-Justizministerium arbeitet einem Zeitungsbericht zufolge an strafrechtlichen Verfahren gegen Führungskräfte der Royal Bank of Scotland (RBS) und JPMorgan Chase wegen dubioser Hypotheken-Deals vor der Finanzkrise. Die Ermittlungen drehten sich darum, ob die Banker wegen Betrugs angeklagt werden könnten, schrieb das "Wall Street Journal" am Dienstag unter Berufung auf Insider.

Den Managern werde vorgeworfen, trotz Warnungen von Mitarbeitern Wertpapiere aufgelegt zu haben, die mit faulen Immobilienkrediten besichert waren. RBS und JPMorgan wollten sich nicht dazu äußern.

Die US-Justiz drücke aufs Tempo, um die Verfahren vor dem Ende der Amtszeit von US-Präsident Barack Obama im Januar 2017 und einer drohenden Verjährung strafrechtlicher Ansprüche Ende 2017 abzuschließen. Sollte es zu Klagen kommen, so zählten sie zu den ersten, in denen Angestellte großer Wall-Street-Häuser persönlich wegen krimineller Machenschaften in der Finanzkrise belangt werden könnten. Zwar zahlten Banken für windige Geschäfte am Häusermarkt etliche Milliarden an Bußgeldern, doch individuelle strafrechtliche Verfolgung von handelnden Personen gab es bisher kaum. (APA/dpa, 18.11.2015)

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