Zwölfjähriger im Elsass in Bus erschossen

17. November 2015, 15:52
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Polizei fand Waffensammlung beim Vater des mutmaßlichen Täters

Straßburg – Nach einem tödlichen Schuss auf einen Zwölfjährigen in einem Schulbus im französischen Hegenheim hat die Polizei beim Vater des mutmaßlichen Schützen ein Waffenarsenal gefunden. Es handle sich um annähernd 150 Sport- und Jagdwaffen.

Der 13 Jahre alte Sohn des Waffensammlers steht im Verdacht, am Montag einen Mitschüler in einem Bus vor dem "College Trois Pays" (Drei-Länder-Schule) erschossen zu haben. Rettungskräfte hatten einen Zwölfjährigen mit einer Schusswunde in der Brust leblos im Bus aufgefunden. Der Vorfall ereignete sich im Süden des Elsass an der Grenze zur Schweiz.

Kurz nach Unterrichtsschluss gegen 16.00 Uhr hatte der Schuldirektor laut dem Fernsehsender France 3 einen Alarm ausgelöst. Er ging zu diesem Zeitpunkt davon aus, dass ein Feuerwerkskörper im Schulbus gezündet worden war. Das Opfer, Schüler der siebenten Klasse, wurde jedoch von einem Projektil getroffen. Welche Verletzung er erlitt, blieb zunächst unklar. Als die Rettungskräfte eintrafen, hatte der Bub bereits einen Kreislaufstillstand. Er konnte nicht wiederbelebt werden.

30 weitere Schüler im Bus

Zum Zeitpunkt der Tat befanden sich neben dem Opfer noch mehr als 30 Schüler im Bus. Wegen der Gefahr für die Kinder war die Polizei mit einem Großaufgebot angerückt. Während der Durchsuchungen fanden die Sicherheitskräfte bei dem mutmaßlichen Schützen, der ebenfalls im Bus war, eine Pistole. Sie nahmen ihn in Gewahrsam. Möglicherweise hatte er die Waffe aus dem Fundus seines Vaters entwendet.

Nach Angaben von Staatsanwalt Dominique Alzeari wird noch untersucht, ob es sich um einen Unfall oder eine vorsätzliche Tat handelte, wie französische Medien berichteten. Bisher ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft noch nicht sicher, ob der 13-Jährige wirklich der Täter und die Pistole die Tatwaffe ist. Die Schüler des College gedachten des Getöteten am Dienstag mit einer Schweigeminute. (APA, 17.11.2015)

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