Musik-Streaming: Pandora schluckt Rdio

17. November 2015, 15:00
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Möglicher Vorbote für internationale Expansion – Konkurrenz am Markt verschärft sich

Die Bandagen im Musikstreaming-Markt werden härter. Nachdem im Frühsommer Apple mit Apple Music an den Start ging, hat Google nun Play Music mit seinem neuen Youtube Red-Abo vereint. Amazon wiederum hat seinen Prime-Dienst, über den man bisher nur Filme und Serien angeboten hatte, nun auch um Musik ergänzt.

Pandora kauf insolvente Konkurrenz

Die Verschärfung des Wettbewerbs führt nun zu ersten Konsolidierungserscheinungen. So hatte der Dienst Rdio vor kurzem Insolvenz angemeldet. Eine Gelegenheit, die Konkurrent Pandora nun offenbar nutzen will. Für 75 Millionen Dollar hat man einen großen Teil der Firma übernommen, wie Heise zusammenfasst.

Rdio bietet, ähnlich wie Spotify, ein werbegestütztes Gratisangebot oder ein kostenpflichtiges Premiumabo an. Streaming-Services erobern nicht nur den digitalen Musikmarkt, sondern setzen auch klassischen CD-Verkäufen zu. Gleichzeitig bewirken sie auch einen Rückgang der Musikpiraterie, wie etwa jüngere Daten aus Norwegen zeigen.

Angeblich Expansion geplant

Mit 98.000 zahlenden Kunden in den USA war Rdio vor der Insolvenz schon weitgehend unbedeutend, war aber im Gegensatz zu Pandora auch international tätig. Vorerst soll der Dienst so weiterlaufen wie bisher, man will in den kommenden Wochen allerdings mehr zur Zukunft verraten.

Der Kauf könnte auf eine internationale Expansion von Pandora hindeuten. Erst vor kurzem waren entsprechende Pläne kolportiert worden. Pandora verzeichnet 78 Millionen Nutzer, musste aber zuletzt einen deutlichen Rückgang hinnehmen. (gpi, 17.11.2015)

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