Windows 10: Herbst-Update löscht teilweise Programme

17. November 2015, 10:53
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Verschärfte Kompatibilitätsanforderungen führen zu Problemen – Auch Default-Einstellungen verändert

Vor wenigen Tagen hat Microsoft das erste große Update für Windows 10 veröffentlicht: Version 1511 bringt dabei aber offenbar nicht nur die versprochenen Verbesserungen. So häufen sich derzeit die Berichte über eine Reihe von Problemen mit der neuen Version, wie Winfuture herausstreicht.

Sicherheitssoftware weg

Besonders unangenehm ist die Situation für die Nutzer der Sicherheitslösungen von ESET: Wurden diese doch im Rahmen des Updates vom Betriebssystem kurzerhand deinstalliert. Windows 10 informiert zwar direkt nach dem Update über diesen Umstand, die entsprechende Benachrichtigung dürften aber viele Nutzer nicht gelesen haben. So wunderten sich einige im nachhinein, warum jetzt plötzlich wieder der gewöhnlich Windows Defender zum Einsatz kam.

Kompatibilität

Grund dafür dürfte sein, dass Microsoft mit dem Update die Kompatibilitätsvorschriften für Windows 10 verschärft hat, und die ESET-Tools diese nicht erfüllen. Der Sicherheitsdienstleister bestätigt das Problem mittlerweile, und führt in einem Hilfseintrag aus, welche Programme in welchen Versionen betroffen sind.

Tools

Allerdings ist es offenbar nicht nur die Software von ESET, die von den Verschärfungen betroffen ist. Auch bekannte Tools wie CPU-Z, Speccy und HWMonitor werden laut einer Diskussion auf Reddit beim Update entfernt. Bei einigen Nutzern sollen sogar einzelne Treiber entfernt worden sein.

Einstellungen

Bei all den Berichten fällt aber auch auf, dass diese Effekte offenbar nicht durchgängig auftreten. So schreiben etwa andere Nutzer, dass bei ihnen CPU-Z auch nach dem Update sehr wohl noch installiert war. Ähnlich uneinheitlich ist die Berichtslage zu einem anderen Effekt: Bei einigen Usern scheint die Dateitypauswahl zurückgesetzt zu werden, so dass etwa Microsoft Edge statt dem Adobe Reader zur Anzeige von PDF verwendet wird. (red, 17.11.2015)

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    foto: mike segar / reuters
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