Der Feind

Einserkastl16. November 2015, 17:53
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Man muss ruhig Blut bewahren und nicht blindwütig losschlagen

Es ist nicht angenehm, wenn man erkennen muss: Man hat einen Feind. Einen Todfeind.

Paris sei die "Hauptstadt der Unzucht und des Lasters" verkünden die bärtigen Finsterlinge, und daher nehmen sie sich das Recht heraus, harmlose junge Leute, die in den Cafés oder einem Konzertsaal sitzen, niederzumähen.

Sie bedienen sich dazu armseliger junger Verlierer- und Versagertypen, die womöglich noch an die 72 Jungfrauen als Lohn im Paradies glauben. Musikhören ist Sünde und Laster, das Versklaven, Vergewaltigen und Ermorden von jungen Frauen, die einem in die Hände fallen, ist in dieser Sicht wohl gottgefällig.

Mörderische Sekten voll mit Wahnideen und absoluter Grausamkeit hat es in der Geschichte genug gegeben, auch solche ohne islamischen Hintergrund. Wenn der Feind aber nicht mehr aus isolierten Grüppchen besteht, sondern ein beträchtliches Gebiet besetzt; wenn er auch in unserer Mitte sitzt, dann wird es Zeit, Entscheidungen zu treffen.

Zum "Wie" einer Gegenwehr gibt es etliche Möglichkeiten, keine davon ist leicht oder auch nur halbwegs erfolgversprechend. Aber wichtig ist, innerlich anzuerkennen, dass es diesen nicht zu beschwichtigenden Feind gibt. Dass es keinen Sinn macht, diese Tatsache zu leugnen oder zu verdrängen.

Man muss ruhig Blut bewahren in dem Sinn, dass man nicht blindwütig losschlägt. Aber dieser Feind muss besiegt werden. (Hans Rauscher, 16.11.2015)

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    foto: apa/afp/jacques demarthon
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