Investitionen machen ORF-Finanzplan 2016 zum "Kraftakt"

16. November 2015, 18:20
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Frühstücksfernsehen, Euro und Olympia stehen ins Haus

Wien – Der ORF hat einen "Knetungsprozess" hinter sich, wie Finanzdirektor Richard Grasl das Zustandekommen des Budgets für 2016 nennt. Drei Viertel des Jahres würden damit verbracht, Kostenrahmen mit den Abteilungen auszuhandeln, sagt Grasl am Montag bei einem Hintergrundgespräch in Wien. Vergangenen Freitag verschickte Generaldirektor Alexander Wrabetz dann die Finanzpläne für das kommende Jahr an die Stiftungsräte.

Insgesamt planen Wrabetz und Grasl für 2016 einen Gesamtumsatz von 942,3 Millionen Euro. Das Budget für dass Fernsehen soll im Vergleich zu 2015 um 17 Millionen Euro steigen, jenes der ORF-Radios um vier Millionen.

Teuer: Früh-TV und Sport

Damit sich die von General- und Finanzdirektor errechnete "schwarze Null" unterm Budgetstrich ausgeht, bedarf es eines "gemeinsamen Kraftakts des Unternehmens", sagt Grasl – mit teils weniger Geld müsse gleiche Leistung gebracht werden. Dass das trotz steigender Einnahmen notwendig ist, liegt an einigen großen Budgetbrocken, die dem ORF 2016 ins Haus stehen.

Das geplante Frühstücksfernsehen etwa kostet 2016 ungefähr zehn Millionen Euro. Einnahmenseitig rechnet Wrabetz dabei nur mit "einigen Hunderttausend Euro" aus "Sonderwerbeformen".

Ebenfalls nicht billig kommen die Männerfußball-EM in Frankreich und die Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro. Lizenzgebühren plus Berichterstattung vor Ort schlagen sich mit insgesamt 28,1 Millionen Euro zu Buche. (sefe, 16.11.2015)

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