Chinesische "Milchstraße" bleibt Dauerbrenner unter Supercomputern

16. November 2015, 15:47
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Mit 33,86 Petaflops rechnet die Anlage an der Universität für Verteidigungstechnologie

An der chinesischen "Milchstraße" kommt vorerst niemand vorbei: Zum sechsten Mal in Folge führt die Rechenanlage "Tianhe-2" in Guangzhou die Top Ten der schnellsten Supercomputer mit weitem Abstand an. Mit 33,86 Petaflops (Billiarden von Kalkulationen in der Sekunde) rechnet die Anlage an der Universität für Verteidigungstechnologie.

Insgesamt machten die Herausgeber der halbjährlich erscheinenden "Top 500" der schnellsten Rechner der Welt unter den ersten zehn Plätzen nur geringe Veränderungen aus. Dieser Trend habe bereits 2008 eingesetzt, teilten die Veranstalter der International Supercomputing Conference mit, die seit Montag in Austin (Texas) stattfindet.

Neueinsteiger

Nur zwei Anlagen rückten seit dem Sommer in die Top Ten auf: Der Supercomputer "Trinity" vom US-Hersteller Cray landete mit 8,1 Petaflops auf Platz sechs. Er steht in den USA und wird vom Los Alamos National Laboratory in New Mexico gemeinsam mit den Sandia National Laboratories für das Energieministerium der USA betrieben. "Hazel Hen" (5,6 Petaflops), ebenfalls von Cray, Teil eines Clusters der Universität Stuttgart und der umliegenden Regionen, schaffte es auf den achten Platz.

Unter den "Top 500" hat China die Zahl seiner Supercomputer-Systeme inzwischen verdreifacht. Die USA, die noch vor einigen Jahren den größten Anteil der schnellsten Rechner der Welt betrieben haben, sind dagegen aktuell mit der geringsten Anzahl seit 1993 vertreten, teilten die Herausgeber mit. Die Cray-Anlage "Titan" am Oak Ridge National Laboratory auf dem zweiten Platz ist mit 17,59 Petaflopsdie schnellste der Vereinigten Staaten – und laut Herausgeber das energieeffizienteste System.

Im Rahmen der International Supercomputing Conference

Nach der amerikanischen IBM-Anlage "Sequoia" (17,17 Petaflops) auf dem dritten Platz positionierte sich Japan mit dem "K Computer" von Fujitsu (10,51 Petaflops) auf Platz vier. Auch Saudi-Arabien ist unter den Top Ten vertreten: "Shaheen II" arbeitet mit 5,53 Petaflops an der King Abdullah Universität of Science and Technology.

Die Liste der "Top 500" der schnellsten Rechner der Welt wird alle sechs Monate im Rahmen der International Supercomputing Conference herausgegeben, die abwechselnd in Deutschland und in den USA stattfindet. Diesmal ist Austin, Texas, der Austragungsort.

  • Die Rechenanlage "Tianhe-2"
    foto: apa

    Die Rechenanlage "Tianhe-2"

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