Wiener Grüne: Werner-Lobo tritt aus Partei aus

16. November 2015, 11:32
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Ehemaliger Kultursprecher will wieder parteiunabhängig sein und schreibt ein Buch

Wien – Die Wiener Grünen haben ein prominentes Mitglied weniger. Der ehemalige Kultursprecher Klaus Werner-Lobo, der im Vorfeld der Gemeinderatswahl von der Partei an eine unwählbare Stelle gereiht worden war, hat dem Landesbüro via Mail seinen Austritt bekannt gegeben. Darin warnte er die Partei: Sie könne weiterhin auf seine Kritik zählen, "wenn ihr politische Ideale dem Machterhalt opfert".

Werner-Lobo bestätigte am Montag entsprechende Medienberichte und versicherte, dass sein Parteiaustritt – er war fünf Jahre lang Mitglied – nichts mit Unzufriedenheit über den Koalitionspakt von Rot-Grün zu tun habe. Diesen finde er "im Großen und Ganzen okay" und "sogar besser als jenen vor fünf Jahren". Offen sei, ob es gelinge werde, ihn mit Leben zu füllen.

Parteipolitik "nicht das Gelbe vom Ei"

Vielmehr liege der Hauptgrund für den Parteiaustritt darin, dass Werner-Lobo "als Autor und politischer Aktivist parteiunabhängig sein möchte". In diesem Bereich war er bereits vor dem Einzug in den Gemeinderat 2010 tätig. Er verstehe besser als vorher, wie Parteipolitik funktioniere, und halte sie nicht für das "Gelbe vom Ei": "Ich glaube, dass echte politische Veränderungen von sozialen Bewegungen ausgehen und nicht von Parteien."

Derzeit schreibt er an einem Buch daüber, das im März 2016 veröffentlicht wird. Es trägt den Titel: "Nach der Empörung. Was tun, wenn Wählen nicht mehr reicht?" Es handle sich um eine Handlungsanleitung für zivilgesellschaftliches Engagement. (APA, 16.11.2015)

  • Klaus Werner-Lobo schreibt ein Buch über zivilgesellschaftliches Engagement.
    foto: standard/cremer

    Klaus Werner-Lobo schreibt ein Buch über zivilgesellschaftliches Engagement.

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