Frankreichs Militär flog bisher schwerste Angriffe auf IS in Syrien

16. November 2015, 08:48
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Reaktion auf Anschläge von Paris – Cameron wirbt um Einsatz Großbritanniens in Syrien

Paris/Brüssel – Als Reaktion auf die Anschläge von Paris hat die französische Luftwaffe ihre bisher schwersten Angriffe auf Stellungen der Extremistenmiliz "Islamischer Staat" in Syrien geflogen. Ziel war die IS-Hochburg Raqqa, teilte das Verteidigungsministerium am Sonntagabend mit. Zehn Kampfflugzeuge hätten 20 Bomben auf ein Kommandozentrum, ein Rekrutierungszentrum, ein Munitionsdepot und ein Ausbildungslager abgeworfen.

Frankreich gehört zu den Gründungsmitgliedern der US-geführten Koalition gegen den IS und hat sich von Anfang an an Luftangriffen im Irak und in Syrien beteiligt. Der IS bezeichnete die Anschläge in Paris als Vergeltung dafür.

Cameron zum Handeln bereit

Der britische Premier David Cameron stellte unterdessen in den Raum, dass sich Großbritannien an den Bombardements in Syrien beteiligen könnte. "Wenn britische Interessen auf dem Spiel stehen, würde Großbritannien in Syrien handeln." Er wolle auch das Parlament davon überzeugen.

Seit fast einem Jahr beteiligt sich Großbritannien an den Luftangriffen auf IS-Stellungen im Irak. Erst vor eineinhalb Wochen wollte Cameron das Engagement auf Syrien ausweiten, das Unterhaus machte ihm jedoch einen Strich durch die Rechnung: Solange es keine klare Strategie im Kampf gegen den IS gebe, sei ein solcher Einsatz nicht sinnvoll, argumentierte der Auswärtige Ausschuss des Parlaments. Bereits 2013 war Cameron mit Plänen für Luftangriffe in Syrien im Parlament gescheitert. (Reuters, red, 16.11.2015)

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