Neun Festnahmen nach Doppelanschlag in Beirut

15. November 2015, 16:29
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Innenminister: Gruppe wollte Krankenhaus in Luft sprengen

Beirut – Drei Tage nach dem Doppelanschlag in Beirut mit 44 Toten hat die libanesische Polizei neun Verdächtige festgenommen. Es handle sich um sieben Syrer und zwei Libanesen, sagte Innenminister Nuhad Mashnuk am Sonntag. Einer von ihnen habe sich auch in die Luft sprengen wollen, bei einem weiteren handle es sich um einen Schleuser, der die Gruppe aus Syrien in den Libanon geschmuggelt habe.

Die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hatte sich zu dem Anschlag am Donnerstag in einer belebten Geschäftsstraße im Viertel Burj al-Barajne bekannt, einer Hochburg der schiitischen Hisbollah.

Geschäftsstraße statt Krankenhaus

"Das ganze Selbstmordattentäter-Netz und seine Unterstützer wurden festgenommen", sagte Maschnuk. Die Syrer seien in einem palästinensischen Flüchtlingslager in Burjal-Barajne sowie in einer Wohnung im östlichen Stadtteil Ashrafie festgenommen worden, in der auch die Sprengstoffgürtel angefertigt worden seien. Die Gruppe wollte nach seinen Angaben eigentlich fünf Selbstmordattentäter in ein Krankenhaus schicken. Wegen der scharfen Sicherheitsvorkehrungen dort hätten sie ihr Ziel geändert und die Geschäftsstraße ausgewählt.

Bei den zwei Selbstmordanschlägen auf eine Hochburg der schiitischen Hisbollah-Miliz waren am Donnerstag in der libanesischen Hauptstadt 43 Menschen getötet worden. Die sunnitische Extremisten-Miliz Islamischer Staat (IS) bekannte sich dazu. Die Hisbollah unterstützt im benachbarten Bürgerkriegsland Syrien die Truppen von Präsident Bashar al-Assad im Kampf gegen die IS-Miliz und andere Rebellengruppen. (APA, 15.11.2015)

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