TV-Debatte im Schatten von Paris: Clinton behauptet sich

15. November 2015, 08:41
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Zweite Fernsehdebatte der demokratischen US-Präsidentschaftsbewerber

Washington – Ex-Außenministerin Hillary Clinton (68) hat sich auch in der zweiten TV-Debatte der demokratischen US-Präsidentschaftsbewerber als klare Favoritin um die Spitzenkandidatur behauptet. Das Fernsehduell am Samstagabend in Des Moines in Iowa fand im Schatten der jüngsten Terroranschläge in Paris statt.

Das gab der Außen- und Sicherheitspolitik besonderes Gewicht und damit Clinton die Gelegenheit, ihre Erfahrung auf dem Gebiet hervorzuheben. Gegen die frühere First Lady treten der parteilose liberale Senator Bernie Sanders (74) und der Ex-Gouverneur von Maryland, Martin O'Malley (52), an. Hauptherausforderer ist Sanders, der sich selber als Sozialist bezeichnet und in seinem Wahlkampf vor allem Front gegen die tiefe Kluft zwischen Arm und Reich in den USA macht.

Klarer Vorsprung für Clinton vor Sanders

So drehte sich der heftigste Schlagabtausch in der Debatte auch um die Wall Street: Sanders warf Clinton zu große Nähe zur Wall Street vor, was sie beeinflussbar mache. Die 68-Jährige wies das entschieden als Angriff auf ihre Integrität zurück. Insgesamt verlief die Debatte aber überaus zivil.

In jüngsten Umfragen hat Clinton US-weit im Durchschnitt einen Vorsprung von fast 22 Prozentpunkten auf Sanders, O'Malley liegt völlig abgeschlagen auf dem dritten Rang. Clinton hat auch in Iowa, das am 1. Februar 2016 die parteiinterne Kandidatenkür eröffnet, die Nase klar vorn. Die Präsidentenwahl findet am 8. November statt. (APA, 15.11.2015)

  • Hillary Clinton
    foto: reuters/jim young

    Hillary Clinton

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