Berlusconi-Freund zu sieben Jahren Haft verurteilt

13. November 2015, 16:55
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Unternehmer soll Italiens Ex-Premier Frauen zugeführt haben

Rom – Der skandalumwitterte süditalienische Unternehmer Giampaolo Tarantini, der Ex-Premier Silvio Berlusconi Frauen für seine Party beschafft haben soll, ist am Freitag von einem Gericht in Bari zu sieben Jahren und zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das deutsche Model Sabina Began wurde zu 16 Monaten verurteilt.

Der Vorwurf lautete auf Anstiftung zur Prostitution. Die Angeklagten wurden beschuldigt, eine kriminelle Organisation gebildet zu haben, die sich mit Prostitution auf Kosten des bis November 2011 als Regierungschef amtierenden Berlusconi bereichert habe. Die Richter sahen es als erwiesen, dass sich Tarantini mit der Vermittlung attraktiver Frauen politische Vorteile für seine Geschäfte im Gesundheitsbereich sichern wollte.

Entschädigung gefordert

Das Luxus-Callgirl Patrizia D'Addario, das wegen seiner nach eigenen Angaben bezahlten Nacht in der römischen Residenz Berlusconis 2011 international bekannt geworden war, forderte von Tarantini eine Entschädigung von einer Million Euro. Die Forderung wurde vom Gericht abgelehnt. Tarantini soll D'Addario Berlusconi als Callgirl vermittelt haben.

Tarantini war Inhaber eines Unternehmens, das auf Dienstleistungen im Gesundheitswesen spezialisiert war. Bis zu 21 Treffen mit Frauen soll Tarantini für Berlusconi organisiert haben, so die Ermittler. Vor Gericht steht auch das 39-jährige Starlet Sabina Began, deren Name im Zuge einer früheren Affäre um ausschweifende Partys Berlusconis bekannt geworden war. Für Began wurde eine dreijährige Haftstrafe gefordert. (APA, 13.11.2015)

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