"Tatort" aus Berlin: Mördersuche auf Raten

14. November 2015, 12:00
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Allerdings hat Karow (Mark Waschke) noch etwas anderes zu erledigen, er sucht immer noch auf eigene Faust den Mörder seines Polizistenkollegen

Opfer tot, Kommissare ermitteln, legen dabei menschliche Abgründe und auch ein wenig eigenes Privatleben frei, Täter gefunden, Abspann. So funktioniert der Tatort seit Jahrzehnten, und man hat sich ganz gut daran gewöhnt.

Am morgigen Sonntag aber, wenn die beiden Berliner Nina Rubin (Meret Becker) und Robert Karow (Mark Waschke) zum zweiten Mal ermitteln, läuft es so nicht ab. Natürlich, eine Leiche gibt es, eine recht grauselige noch dazu.

Sie wird bei Abrissarbeiten in einem Säurefass gefunden, die Folge heißt dementsprechend Ätzend. In besserem Zustand als das Opfer ist der Herzschrittmacher desselben, und so meinen Rubin und Karow die Identität des Getöteten schnell feststellen zu können. Doch Überraschung: Unter seinem Namen finden sie das putz muntere Oberhaupt einer iranischen Flüchtlingsfamilie, die unauffällig, rechtschaffen, aber illegal in Berlin lebt.

Die Tätersuche ist ziemlich unspannend, dafür entschädigen die neuen Ermittler und ein Berlin-Bild, das recht authentisch rüberkommt. Allerdings hat Karow noch etwas anderes zu erledigen, er sucht immer noch auf eigene Faust den Mörder seines Polizistenkollegen.

Das ist ja nichts grundsätzlich Schlechtes, aber eine echte Überforderung für den Zuseher, wenn er den ersten Fall der beiden Das Muli nicht gesehen oder wieder vergessen hat – immerhin liegt die Erstausstrahlung acht Monate zurück.

Zusätzlich braucht Rubins chaotisches Privatleben Zeit und Raum, es ist also alles ein bisserl viel. Der Mörder wird hier natürlich nicht verraten, eines aber doch: Karows Geschichte endet auch am morgigen Sonntag noch nicht. Also gut aufpassen! (Birgit Baumann, 14.11.2015)

  • Bei Bauarbeiten kommt ein giftiges Fass zu Tage.
    foto: orf/ard/volker roloff

    Bei Bauarbeiten kommt ein giftiges Fass zu Tage.

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