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"BRIDGIT Austria" – Standards als Brücke zum Markt für Innovationen

16. November 2015, 00:00

Die Entwicklung Europäischer Standards ist eng mit Forschung und Entwicklung verbunden.

Um Normen optimal zu nutzen und Innovationen beim Sprung auf den Markt zu unterstützen, haben die Europäischen Normungsorganisationen CEN und CENELEC einen integrierten Ansatz gewählt. Er verfolgt als Ziel, das Bewusstsein über den Nutzen der Normung im Forschungs- und Innovationsprozess zu schärfen, Forschungsergebnisse und Innovationen in die Normung zu transferieren sowie die Potenziale für Forschungs- und Innovationsaktivitäten zu nutzen.

Mit dem Projekt "BRIDGIT – Bridging the Gap between Research and Standardization" wurde der integrierte Ansatz im Jahr 2013 weiterentwickelt, um die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft zusätzlich zu stärken.

"BRIDGIT Austria" – Hintergrund und Ziele

Im Auftrag des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) hat Austrian Standards Institute das Projekt "BRIDGIT Austria" ins Leben gerufen. Forschungsprojekte und deren Ergebnisse sind Grundlage für zukünftiges Wachstum der Wirtschaft.

"BRIDGIT Austria wird einen wertvollen Beitrag zur Unterstützung der österreichischen Wissenschaft sowie der Forschungs- und Innovationsszene leisten", so Karl Grün, Director Standards Development bei Austrian Standards.

Das Projekt, das seit Oktober 2014 läuft, soll eine rasche Umsetzung der in den EU-Strategien definierten Ziele ermöglichen. Zudem soll die Teilnahme Österreichs an europäischen und internationalen Aktivitäten zur Zusammenführung von Forschung, Innovation und Normung intensiviert und so die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs gestärkt werden.

Eine der Maßnahmen des BMWFW war es dabei etwa, durch Refundierung der Teilnahmebeiträge Angehörigen von Universitäten und Fachhochschulen die kostenlose Mitwirkung an der Normung in den Jahren 2014 und 2015 zu ermöglichen.

Welche Bedeutung Standards haben, damit sich Innovationen schneller am Markt verbreiten, zeigt u.a. das VIRTUAL VEHICLE Research Center in Graz. VIRTUAL VEHICLE ist ein international aktives Forschungszentrum, das Technologien für leistbare, sichere und umweltfreundliche Fahrzeuge für Straße und Schiene entwickelt. Etwa 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten mit mehr als 100 Partnern aus Industrie und Forschung weltweit zusammen. VIRTUAL VEHICLE sieht eine seiner wesentlichen Aufgaben im effizienten Transfer von Forschungsergebnissen und innovativen Ideen in die Praxis, und hier spielen Standards und die Normung eine wesentliche Rolle.

Werner Rom, Bereichsleiter Integrated Vehicle Development, dazu: "Sie haben heute die Situation, dass so gut wie niemand mehr ein Gesamtsystem mit allen Komponenten selbst im Haus macht. Typischerweise gibt es viele Zulieferer, umgekehrt möchten Zulieferer mit ihren Komponenten auch unterschiedliche Gesamtsystemfirmen beliefern können. Das bedeutet, entsprechende Schnittstellen müssen sauber definiert werden, was nur über die Normung möglich ist. Letztendlich schafft das den Zugang zu größeren Märkten und den schnelleren, effizienteren Eintritt. Das ist der wesentliche Vorteil, warum sich auch Konkurrenten in der Normung zusammenfinden."

Maßnahmen von BRIDGIT und Austrian Standards Institute

Im Rahmen des Projekts "BRIDGIT Austria" nimmt Austrian Standards Institute an diversen europäischen und internationalen Veranstaltungen teil, die zum Ziele haben, Forschung, Innovation und Normung zusammenzuführen und das Bewusstsein über den Nutzen zu schärfen. Es erfolgt ein Mapping der Teilnahme von Wissenschaft und Forschung an der Normung, und es werden vernetzte Maßnahmen entwickelt. Weiters soll ein modularer Lehrplan die Weichen stellen, damit das Thema "Normung" in Pflichtschulen ab der Sekundarstufe, in Berufsschulen und im tertiären Bildungssektor Eingang findet.

Für alle Interessierten hat Austrian Standards eine spezielle BRIDGIT Austria Website eingerichtet. Dort wird das Projekt kompakt zusammengefasst. Es gibt weiterführende Informationen, Angebote anderer Organisationen und einen Downloadbereich. Neben den Dienstleistungen von Austrian Standards Institute für Forschungsprojekte werden auch Referenzen zu EU-Forschungsprojekten erläutert, an denen Austrian Standards Institute als Konsortiumspartner teilgenommen hat.

Mehr Infos zu diesem Thema finden Sie unter:
www.austrian-standards.at/forschung-innovation

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