Babys mit zu kleinem Kopf: Brasilien erklärt Gesundheitsnotstand

13. November 2015, 14:37
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Im Nordosten Brasiliens wurden 141 Verdachtsfälle auf Mikrozephalie gemeldet: Das Ministerium leitete Ermittlungen ein und schickt ein medizinisches Spezialistenteam.

Nach einem starken Anstieg von Mikrozephalie-Fällen bei Babys hat Brasilien den Gesundheitsnotstand ausgerufen. Der Schädel der Kinder ist sehr klein, was eine richtige Entwicklung des Gehirns verhindern kann. Die Ursache für die Häufung der Fälle ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums noch unklar.

Bei Neugeborenen im nordöstlichen Bundesstaat Pernambuco wurden den Angaben zufolge in diesem Jahr 141 Verdachtsfälle gemeldet. Bisher seien jährlich landesweit durchschnittlich etwa zehn Mikrozephalie-Fälle registriert worden, wie das Ministerium weiter mitteilte.

Mögliche Ursachen

Eine Mikrozephalie kann ganz unterschiedliche Ursachen haben. Dazu zählen unter anderem eine Rötelninfektion, Alkoholmissbrauch oder eine zu hohe Strahlenbelastung während der Schwangerschaft der Mutter. Es gibt aber auch erbliche Formen der Mikrozephalie.

Das Ministerium leitete Ermittlungen ein und schickte ein medizinisches Spezialistenteam in die betroffene Region. Zudem sei die Weltgesundheitsorganisation (WHO) informiert worden. Ein Anstieg soll auch in den Bundesstaaten Paraiba und Rio Grande do Norte festgestellt worden sein. (APA, 13.11.2015)

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