Polizist nach tödlichen Schüssen auf Schwarzen in Florida entlassen

13. November 2015, 06:13
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31-jähriger Musiker hatte auf dem Heimweg eine Autopanne

Miami – In den USA ist ein Polizist gefeuert worden, der im Oktober im Bundesstaat Florida einen Schwarzen erschossen hatte. Wie die Stadtverwaltung von Palm Beach Gardens am Donnerstag mitteilte, wurde Nouman Raja wegen der tödlichen Schüsse auf den Musiker Corey Jones aus dem Polizeidienst entlassen. Die Ermittlungen in dem Fall dauern den Angaben zufolge aber noch an.

Der 31-jährige Jones, ein Schlagzeuger, hatte am 18. Oktober auf dem Heimweg von einem Konzert eine Autopanne gehabt. Raja ging zunächst davon aus, dass das Auto leer am Straßenrand geparkt war und näherte sich dem Wagen. Als er sah, dass der darin sitzende Jones bewaffnet war, eröffnete er nach Polizeiangaben das Feuer. Wie ein Anwalt von Jones' Familie erklärte, hatte der Musiker die Waffe legal erworben.

Fälle von Polizeigewalt gegen Afroamerikaner in den USA haben in den vergangenen Monaten wiederholt für Empörung und Aufruhr in der schwarzen Bevölkerung gesorgt. Im Sommer 2014 hatte die Tötung des 18-jährigen Michael Brown in Ferguson im Bundesstaat Missouri schwere Unruhen ausgelöst. Der verantwortliche Polizist wurde nicht angeklagt, obwohl Brown unbewaffnet war. (APA, 13.11.2015)

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