Plastische Chirurgie setzt zunehmend auf Eigenimplantate

12. November 2015, 11:56
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Bei einem Wiener Symposium wird die Behandlung von Kindern mit schwersten Missbildungen und Wachstumsstörungen im Gesicht diskutiert

Wien – In einigen Bereichen der plastischen und rekonstruktiven Chirurgie kommt es derzeit zu einem tief greifenden Wandel. "Wir setzen zunehmen auf Regenerationstechniken", sagte der Wiener Kieferchirurg Kurt Vinzenz im Vorfeld eines einschlägigen internationalen Symposiums in Wien.

Rund 150 Fachleute, Plastische Chirurgen, Mund-Kiefer- und Gesichtschirurgen und HNO-Experten aus Europa, den USA und Asien diskutieren von 13. bis 15. November den zukünftigen Einfluss der regenerativen Techniken auf die ästhetische Kinder-Gesichtschirurgie im Wiener Billrothhaus. "Es geht um die neuesten Methoden für die ästhetische und funktionelle Behebung schwerster Missbildungen, zum Beispiel Lippen-Kiefer-Gaumenspalten, und Wachstumsstörungen im Gesichtsbereich, ebenso um die sozialmedizinische Rehabilitation", so Vinzenz.

Eine immer größere Rolle spielt dabei die "regenerative" plastische Chirurgie, mit deren Weiterentwicklung sich der Wiener Kieferchirurg seit Jahren beschäftigt. Durch Eigenimplantate von Knochenteilen und ihre spätere Dehnung am Ort, wo sie eingesetzt worden sind, lassen sich Knochenstrukturen fast "beliebig" formen. Verwendet werden kann das zum Beispiel auch bei Kindern in Entwicklungsländern, etwa nach Noma-Infektionen, bei denen es zu einem massiven Knochenabbau im Gesicht kommt. (APA, 12.11.2015)

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