Fabrikarbeiter sehen sich für Industriewandel unterqualifiziert

12. November 2015, 11:02
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Jeder Vierte hegt Zweifel an Qualifikation – Nur jeder Dritte glaubt, leicht neue Stelle zu finden

Wien – Der Wandel in der Industrie treibt den Arbeitern Sorgenfalten auf die Stirn. Nur 28 Prozent der Fabrikarbeiter geben an, mit ihrer jetzigen Qualifikation auch in fünf Jahren ihren Job sehr gut ausüben zu können. Das geht aus dem Arbeitsklimaindex der Arbeiterkammer Oberösterreich hervor, der am Donnerstag in Wien präsentiert wird. Ein Viertel hegt demnach Zweifel an der eigenen Qualifikation.

Beschäftigte in anderen Berufen sind laut der von Ifes und Sora durchgeführten Umfrage deutlich zuversichtlicher. 42 Prozent fühlen sich auch in fünf Jahren noch sehr gut qualifiziert, nur 17 Prozent zweifeln.

"Industrie 4.0"

Laut der Erhebung ist die klassische Fabriksarbeit von Männern über 40 Jahren mit Pflichtschul- oder Lehrabschluss dominiert. Es gibt zudem einen hohen Anteil an Migranten. Der AK zufolge schätzen Fabriksarbeiter ihre Karriereaussichten sowie die subjektiven Arbeitsmarktchancen deutlich schlechter ein. Nicht einmal jeder Dritte glaubt, "leicht" wieder eine neue Stelle zu finden.

Die Industrie steht vor einem einschneidenden technologischen Wandel. Mit dem Schlagwort "Industrie 4.0" wird eine vierte industrielle Revolution gemeint. Nach Dampfmaschine, Fließband und Computer sollen nun schlaue, miteinander vernetzte Maschinen die Fertigungsprozesse von Grund auf verändern. (APA, 12.11.2016)

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