Mit einem Banksafe auf Nummer sicher gehen

12. November 2015, 12:51
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Schmuck, Sparbücher oder wertvolle Sammlungen sind in einem Banksafe gut aufgehoben: Die Kosten für ein Schließfach sind überschaubar

Wien – Viele Wertsachen braucht man nur selten. Sie sind deshalb in einem Banksafe oder einem Bankschließfach gut aufgehoben. Sparbücher, Urkunden, Dokumente und die von Onkel Leopold geerbte Briefmarkensammlung, die man dann zu veräußern gedenkt, wenn man einen Notgroschen braucht, benötigt man teilweise nur einmal im Jahr. Wenn diese Pretiosen aber im Zuge eines Wohnungseinbruchs gestohlen werden, ist das Wehklagen groß – selbst wenn die Haushaltsversicherung den Schaden abdeckt.

Um die Wertsachen sicher aufzubewahren, bieten alle Banken in einigen ihrer Filialen diesen Aufbewahrungsservice an. Idealerweise mietet man sich einen solchen Banksafe dort, wo man auch das Gehaltskonto hat. Denn wahrscheinlich wird man dort auch den Schmuck deponieren. Um an den zu kommen, etwa weil man einen Theaterbesuch plant, wird man eine lange Anfahrt nicht auf sich nehmen wollen.

Natürlich spielt die Frage der Kosten eine Rolle – aber doch eine untergeordnete. Die Jahresmiete für einen Safe ist überschaubar: Sie ist umso höher, je größer der Safe ist. Auch spielt eine Rolle, ob der Bankstandort mit dem Tresorraum irgendwo draußen in der Peripherie liegt oder inmitten eines pulsierenden Geschäfts- und Wohnviertels.

Miete hängt von Safegröße ab

Die Miete kleiner Banksafes, manchmal auch genannt Bank-Schrankfächer, kostet rund 55 Euro im Jahr, manchmal mehr. In den Schließfächern sind Kassetten, in denen in der Regel Urkundenmappen gut Platz haben. Das heißt, selbst der kleinste Safe ist größer als A4. Zwar gibt es für die Safes keine Standards, die kleinen haben aber meist ein Fassungsvermögen von neun dm3. Ein dm3 entspricht einem Würfel mit zehn Zentimeter Seitenlänge.

Am anderen Ende des Angebotsspektrums sind große Banksafes, in denen auch Gemälde Platz hätten. Die Jahresmiete dafür liegt im guten dreistelligen Bereich.

Bei allen Banksafes ist es relativ umständlich, zu den verwahrten Pretiosen zu kommen, natürlich geht dies nur zu den Banköffnungszeiten. Ein Mitarbeiter begleitet einen in den Keller, öffnet eine schwere Eisentür und führt den Bank-Berechtigungsschlüssel in das Schloss des Safefachs ein. Erst dann kann man den Safe mit dem eigenen Schlüssel öffnen.

Zutritt nur für Berechtigte

Zutritt zu dem Tresorraum bekommen nur die Personen, die in der Bank als Berechtigte für die Öffnung des Safes aufscheinen und dafür anfangs auch ihre Unterschrift hinterlegt haben.

Meistens erhält man zwei Schlüssel für den Safe – man sollte also gut darauf aufpassen. Denn verliert man sie, ist die notarielle Öffnung des Safes eine langwierige und teure Angelegenheit. Auch empfiehlt es sich deshalb, gleich von Anfang an mehr als eine berechtigte Person für den Safe zu benennen.

Der Bank ist es übrigens egal, was man darin verwahrt. Es soll nur nichts Illegales sein, heißt es in den Mietbedingungen. Auch wenn die Banksafes gut gesichert sind und ein Einbruch relativ unwahrscheinlich, ist vonseiten der Banken in der Jahresmiete trotzdem eine Grundversicherung in Höhe von mehreren Tausend Euro inkludiert. Neben Einbruch sichert diese auch gegen Schäden durch Feuer oder Wasser ab.

Liste der Wertgegenstände

Um im Fall der Fälle auf diese Versicherung Anspruch erheben zu können, ist es wichtig, über den Inhalt des Safes genau Bescheid zu wissen und dies auch belegen zu können. Eine Liste, in der angeführt ist, welche Urkunden, Sparbücher, Münzen, Schmuck oder anderen Wertgegenstände (samt Fotos derselben) man dort hat, ist empfehlenswert. Ratsam ist es auch, diese Aufstellung nicht im Safe aufzubewahren.

Neben einem Banksafe bieten manche Bankfilialen (nicht aber in den rund um die Uhr offenen Selbstbedienungsecken) kleine Bankschließfächer an. Diese "Sparbuch-Schließfächer", wie sie genannt werden, haben den Vorteil, dass man schnell etwas deponieren kann. Schnell, da man nicht extra in den Tresorraum gehen und sich auch nicht extra ausweisen muss. Diese sehr beliebten Sparbuch-Schließfächer werden häufig von Gewerbetreibenden und Händlern genutzt. Gedacht sind sie, wie der Name sagt, für Sparbücher. (Johanna Ruzicka, 12.11.2015)

  • In einem Bankschließfach kann alles Mögliche aufbewahrt werden, solange es legal ist.  Die Kosten dafür richten sich nach dem Standort der Bankfiliale und der Größe des Stauraums.
    foto: photodisc

    In einem Bankschließfach kann alles Mögliche aufbewahrt werden, solange es legal ist. Die Kosten dafür richten sich nach dem Standort der Bankfiliale und der Größe des Stauraums.

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