"Karren-Kante": Ein Hauch von Grand Canyon für Dornbirn

11. November 2015, 11:51
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Steg ragt ab nächstem Frühjahr weit über markante Felswand hinaus

Dornbirn – In Dornbirn wurden am Montag die konkreten Pläne für eine neue Attraktion am Karren, dem Hausberg der größten Stadt Vorarlbergs, vorgestellt. Nach dem Vorbild des "Sky Walks" im Grand Canyon soll ab März 2016 auch dort eine begehbare und teils durchsichtige Plattform über der Tiefe ragen.

In Amerika ist alles größer. Dieser Spruch gilt auch hier. Dennoch wird der Steg beachtliche 12 Meter weit über die markante Felswand hinaus ragen. "Karren-Kante" wird die Aussichtsplattform auf 976 Meter Seehöhe heißen. Bei 2,7 Meter Breite, auf einem Gitterrost, sollen die Menschen das Gefühl haben "im Nichts zu stehen", sagt Herbert Kaufmann, Geschäftsführer der Dornbirner Seilbahngesellschaft.

110.00 Euro Investition

Die ersten Bauarbeiten sind am Montag in Angriff genommen worden. Es wird der Zeitraum ausgenützt, in dem die Seilbahn auf den Karren die vorgeschriebene Herbstrevision durchläuft und deshalb vorübergehend eingestellt ist. In die "Karren-Kante" werden etwa 110.000 Euro investiert.

Das sei zu viel, erst recht für ein überflüssiges Projekt, hagelte es in den sozialen Medien umgehend Kritik an der Stadt Dornbirn, die Mehrheitseigentümer der Seilbahngesellschaft ist: Schon heute böten das Plateau und das Bergrestaurant, das auf Stelzen ebenfalls über die eigentliche Felskante ragt, ausreichend Möglichkeiten für einen spektakulären Blick auf die Stadt, das Rheintal und den Bodensee. (APA, 11.11.2015)

  • Der Blick vom Karren

    Der Blick vom Karren

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