Antisemitisch motivierte Morde in USA: Täter zum Tod verurteilt

11. November 2015, 09:13
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Mann hatte 2014 jüdische Zentren angegriffen und drei Menschen erschossen

Washington – In den USA ist ein 74-jähriger Attentäter zum Tode verurteilt worden, der im April vergangenen Jahres bei Angriffen auf jüdische Einrichtungen drei Menschen erschossen hatte. Der Richter am Gericht in Johnson im Staat Kansas verurteilte Frazier Glenn Cross am Dienstag Medienberichten zufolge wegen Mordes zum Tod durch die Giftspritze.

Er hatte damals auf dem Gelände eines jüdischen Gemeindezentrums sowie vor einem jüdischen Altersheim drei Menschen erschossen. "Ihr Versuch, diese Gemeinde zu terrorisieren, ist gescheitert", sagte Thomas Kelly Ryan bei der Urteilsverkündung. Anwesend waren auch Angehörige und Freunde der Opfer, von denen keines jüdisch war.

Hitlergruß im Gerichtssaal

Der Angeklagte schrie bei der Verlesung des Urteils den Richter an, dann versuchte er, aus seinem Rollstuhl zu gelangen. Er wurde schließlich aus dem Gerichtssaal gebracht, wie Medien berichteten. Dabei zeigte er den Hitlergruß.

Cross selbst hatte vor Gericht erklärt, er habe das Recht, Juden zu töten. Er steht mit dem Ku-Klux-Klan und anderen rechtsextremen Gruppen in Verbindung. "Ich wollte Juden töten, keine Christen", sagte er mit Bezug auf die Identität der Opfer. "Eines Tages wird mein Geist aus dem Grab steigen und ihr werdet wissen, dass ich Recht hatte. Ich bin ein glücklicher Mann." (APA, 11.11.2015)

Update 12.11.2015: Die Überschrift wurde korrigiert, da im Forum richtigerweise beanstandet wurde, dass mit dem ursprünglichen Titel "74-jähriger Antisemit in den USA zum Tode verurteilt" angedeutet wird, Antisemitismus sei die Begründung für das Urteil. Wir bedauern.

  • Glenn Cross nachdem er im Gerichtssaal den Hitlergruß zeigte.
    foto: joe ledford/the kansas city star via ap, pool

    Glenn Cross nachdem er im Gerichtssaal den Hitlergruß zeigte.

  • Im Vorjahr hatte der Verurteilte drei Menschen in einer jüdischen Einrichtung erschossen.
    foto: epa/ed zurga

    Im Vorjahr hatte der Verurteilte drei Menschen in einer jüdischen Einrichtung erschossen.

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