Französischer Geheimdienst vereitelte offenbar Anschlag

11. November 2015, 05:58
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Mutmaßlicher Jihadist plante angeblich Angriff auf Soldaten

Paris – Der französische Geheimdienst DGSI hat nach Angaben des Innenministeriums einen Anschlag auf die Marine in der südfranzösischen Hafenstadt Toulon vereitelt. Ein seit einem Jahr wegen Radikalisierung und Unterstützung von Islamisten beobachteter Verdächtiger sei am 29. Oktober festgenommen worden, teilte Innenminister Bernard Cazeneuve am Dienstag mit.

Unter Beobachtung stand der Mann, weil er Ende vergangenen Jahres vergeblich versucht haben soll, nach Syrien zu gelangen. Der Mann soll versucht haben, Material für einen Anschlag zu besorgen.

Nach Informationen des TV-Senders Canal plus handelt es sich um einen 25-Jährigen aus Toulon. Der Mann sei den Ermittlern in die Fänge geraten, als er Pakete aus China unter anderem mit einem Kampfmesser erhalten habe. Er sei mit einem 21 Jahre alten französischen Jihadisten in Kontakt gestanden, der inzwischen in Syrien lebe und ihn zu Anschlägen auf den Marinestützpunkt in Toulon animiert haben soll. Per Internet habe er sich mit ihm über den Kauf eines Sturmgewehrs ausgetauscht.

Kein genauer Plan

Der Mann habe vorgehabt, Marinesoldaten anzugreifen, berichtete Canal plus unter Berufung auf Quellen im Geheimdienst. In einer anderen Quelle war von einem Anschlag auf militärische Einrichtungen die Rede. Wie aus Ermittlerkreisen verlautete, hatte der Festgenommene aber noch keinen genauen Plan für ein Attentat.

Cazeneuve berichtete von 370 Festnahmen im Zusammenhang mit dem Kampf gegen den Terror, nannte dafür aber keinen Zeitraum. Frankreich, das in mehreren Ländern Krieg gegen Islamisten führt, war in diesem Jahr mehrfach Ziel von Terroranschlägen. Mit der Attacke auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" begann im Jänner eine dreitägige Terrorserie mit 20 Toten, darunter die drei Täter. (APA, 11.11.2015)

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