In der Westsahara gab es einst einen großen Fluss – EU ernennt sieben Top-Forscher zu Beratern

11. November 2015, 07:00
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In der Westsahara gab es einst einen großen Fluss

illustration: charlotte skonieczny et al./nature communications

Paris – Die Wüstenlandschaften Westafrikas gehören heute zu den trockeneren Gegenden der Welt. Doch das war nicht immer so, wie ein französisches Forscherteam um Charlotte Skonieczny im Fachblatt "Nature Communications" berichtet. Mittels Satellitenradar, der auch noch Strukturen tief unter den Dünen durchleuchtet, stießen die Geowissenschafter auf ein rund 520 Kilometer langes Flussnetzwerk, das sie Tamanrasett nennen und das vermutlich bei Cap Timiris in den Atlantik mündete. Das Netzwerk wurde vermutlich erst vor relativ kurzer Zeit in einer feuchteren Klimaperiode reaktiviert.

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Nature Communications: "African humid periods triggered the reactivation of a large river system in Western Sahara"

EU ernennt sieben Top-Forscher zu Beratern

Brüssel – EU-Forschungskommissar Carlos Moedas ernannte am Dienstag sieben Top-Forscher zu EU-Wissenschaftsberatern. Zu dem neuen Gremium zählen unter anderem der scheidende Cern-Generaldirektor Rolf-Dieter Heuer, die niederländische Soziologin Pearl Dykstra und der exzentrische französische Mathematiker Cédric Villani. Das Septett folgt damit der Biologin Anne Glover nach, die von 2012 bis 2014 den EU-Präsidenten beriet. (tasch, red, 11.11.2015)

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European Commission: "Commission launches new mechanism to strengthen scientific advice for policy making"

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