Immer mehr Italiener leben bei den Eltern

10. November 2015, 13:58
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Zwei Drittel der Menschen unter 34 Jahren haben Elternhaus nie verlassen

Rom – Rund zwei Drittel der Italiener im Alter zwischen 18 und 34 Jahren leben noch bei den Eltern. Das sind ungefähr 20 Prozentpunkte mehr als im europäischen Durchschnitt, der bei 48,4 Prozent liegt. Das geht aus einer neuen Studie des Statistikamts Eurostat hervor. Italien bestätigt sich damit neuerlich als "Land der Nesthocker".

In der Altersgruppe der 25- und bis 34-Jährigen leben noch 49 Prozent der Italiener bei den Eltern. Zum Vergleich: In Dänemark sind es lediglich drei Prozent, in Frankreich 11,2 Prozent. Der europäische Durchschnitt liegt bei 29,2 Prozent.

In den Krisenjahren zwischen 2007 und 2014 ist die Zahl der Italiener unter 35 Jahren, die noch bei den Eltern wohnen, um fünf Prozentpunkte von 60,7 auf 65,8 Prozent gewachsen. Das liegt deutlich über dem Durchschnitt der Länder des EU-Raums, in dem dieser Prozentsatz in den Krisenjahren von 46,9 Prozent auf 48,4 Prozent gestiegen ist.

Finanzielle Gründe

Das schwierige Wirtschaftsklima ist einer der Hauptgründe dafür, dass die jungen Italiener immer länger keine eigene Unterkunft suchen, geht aus der Studie hervor. Viele wohnen bei den Eltern, obwohl sie eine Beschäftigung haben. (APA, 10.11.2015)

  • Immer mehr Italiener bleiben immer länger im elterlichen Nest – das hat aber vor allem finanzielle Gründe.
    foto: apa/dpa/roland weihrauch

    Immer mehr Italiener bleiben immer länger im elterlichen Nest – das hat aber vor allem finanzielle Gründe.

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