Das beste Stück ... nachgefragt bei Petra Morzé

Kolumne16. November 2015, 13:24
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Michael Hausenblas fragt die Schauspielerin Petra Morzé, warum sie immer ein Duftdöschen bei sich trägt

"Was mir ein treuer und schon ein bisschen verbeulter Alltagsbegleiter wurde, ist dieses Döschen mit Rosenduft. Es ist kein klassisches, flüssiges Parfum, sondern ein Duft zum – wie soll ich es sagen – Schmieren, ein Cremeparfum also. Ich habe es mir vor zwei bis drei Jahren in einem französischen Geschäft in Wien gekauft.

Vor jeder Vorstellung trage ich ein bisschen davon auf das rechte und das linke Ohrläppchen auf. Der Duft wird zu einer Art olfaktorischem Talisman, der mich beschützt. Wenn ich nervös bin, erwische ich manchmal zu viel davon. Normalerweise schaffe ich aber die richtige Dosis.

Der Duft ist wie ein Amulett, das ich in meiner Tasche bei mir trage. Ich liebe gute Gerüche, zum Beispiel den Duft Sun von Jil Sander. Schöne Formen haben es mir auch angetan. Sehe ich eine wohlgeformte Sessellehne oder ein hübsch gestaltetes Regal, würde ich am liebsten in ein Detail eines solchen Objektes hineinschlüpfen." (Michael Hausenblas, 13.11.2015)

Petra Morzé ist Schauspielerin und derzeit unter anderem am Wiener Akademietheater im Stück "Engel des Vergessens" zu sehen.

  • Petra Morzé: "Das Döschen mit Rosenduft ist für mich ein treuer Alltagsbegleiter."
    foto: nathan murrell

    Petra Morzé: "Das Döschen mit Rosenduft ist für mich ein treuer Alltagsbegleiter."

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