Speibsackerl auslöffeln und andere Scherze der Flugbegleiter

11. November 2015, 15:09
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Der Job als Flugbegleiter ist mehr als stressig, aber hin und wieder kann es auch über den Wolken lustig sein

Bei aller Hektik an Bord gönnen sich Flugbegleiter gelegentlich den einen oder anderen Spaß: Vor allem dann, wenn Kollegen ihren ersten Flug antreten, gibt's immer wieder Grund zum Lachen. Doch auch wenn gerade keine Passagiere an Bord sind, sind sie zu Scherzen aufgelegt. Flüge.de hat die besten Scherze zusammengetragen.

So werden Flugbegleiter-Neulinge verarscht

Beliebt ist, dem neuen Crew-Mitglied einen Feuerlöscher in die Hand zu drücken mit der Bitte, doch die Flugzeugbetankung zu überwachen. Auch wird der "Neue" immer wieder gern dazu aufgefordert, die benutzten Plastikbecher zu spülen, weil nicht genügend an Bord seien. Ist der fast fertig mit seiner Aufgabe, zieht ein Kollege mit dem Ausruf "Hoppla, da sind sie ja" eine Schublade mit jeder Menge neuer und unbenutzter Plastikbecher auf. Ähnlich sinnlos, aber sehr erheiternd für den Rest der Crew ist die Aufgabe, den Anfänger prüfen zu lassen, ob für alle Tabletts Besteck vorhanden ist. Bei einer großen und ausgebuchten Maschine kann das schon dauern …

Erbrochenes auslöffeln

Auch eine nette Anekdote: Nachdem der Pilot ein Speibsackerl mit warmer Gemüsesuppe füllte, gab er sie der neuen Stewardess, die natürlich davon ausging, dass es sich hierbei um Erbrochenes handelt. Auf dem Weg zum Mülleimer wurde sie von einem Kollegen aufgehalten, der die Tüte mit den Worten "Man wirft doch keine Mahlzeit weg" nahm und auslöffelte. Nach diesem Erlebnis habe die Frau erst einmal selbst ein Speibsackerl gebraucht.

Hüpfen, weil das Fahrwerk klemmt

Bei dieser Feuertaufe hatten auch die Passagiere ihren Spaß: Weil sich das Fahrwerk nicht ausfahren ließe, solle die angesprochene Flugbegleiterin doch bitte ein wenig auf der Stelle hüpfen, damit der eingeklemmten Mechanik geholfen würde. Zur Freude der vorher eingeweihten Passagiere und der Crewmitglieder kam sie tatsächlich der Aufforderung nach.

Urlaubsträume wecken

Bei einem Inlandsflug von New York nach San Francisco wurde einer gerade erst neu eingestellten Flugbegleiterin von ihrem Vorgesetzten erzählt, dass es eine Dienstplanänderung gebe. Nach ihrer Ankunft in San Francisco würde die Crew nach Hawaii weiter müssen, mit dreitägigem Aufenthalt, bevor es weiter nach Okinawa gehe, wo dann fünf Tage Zeit wären bis zum nächsten Arbeitseinsatz. Voller Freude erzählte sie den Arbeitskollegen von den vermeintlichen Inselaufenthalten. Nach der Auflösung des Scherzes kam die Ernüchterung.

Zweckentfremdete Gepäckfächer

Ist das Flugzeug leer und die Flugbegleiter unter sich, werden gerne Fotos davon geschossen, wie man Gepäckfächer außer für die Gepäckaufbewahrung sonst noch nutzen kann. Beliebt ist das Hineinkrabbeln, um hinterher freudestrahlend in die Kamera zu gucken. Für Planking und andere Einlagen werden die Gepäckfächer ebenfalls gerne als Turngerät benutzt.

Lustige "Ansagen" für die Passagiere

Durch seine außergewöhnlichen und lustigen Ansagen in Maschinen von Air Berlin wurde der Flugbegleiter Bernd Löwisch als "fröhlicher Franke" sogar zum YouTube-Star. Seine lockere Art gefiel den Passagieren, nicht aber seinem Arbeitgeber. Dumm eigentlich – er hat immerhin den Passagieren die Flugzeit besonders angenehm gestaltet und außerdem noch kostenlos Werbung für Air Berlin gemacht. (red, 11.11.2015)

  • Am besten ist der Scherz mit dem Speibsackerl ...
    foto: reuters/kevork djansezian

    Am besten ist der Scherz mit dem Speibsackerl ...

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