Meninigitis A in Afrika nahezu ausgerottet

10. November 2015, 12:03
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Eine Impfkampagne nach verheerender Epidemie zeigte Wirkung

Nach einer großen Impfkampagne ist Meningitis A – eine Form von Hirnhautentzündung – in weiten Teilen Afrikas fast vollständig ausgerottet. 2013 gab es in den 26 betroffenen Ländern nur noch vier bestätigte Fälle, wie Forscher im Fachmagazin "Clinical Infectious Diseases" berichten.

Mehr als 220 Millionen Menschen wurden in der Region mit einem neu entwickelten Impfstoff behandelt. "Meningitis A ist verschwunden, wo immer die Impfung genutzt wurde", hieß es weiter.

Günstiger Impfstoff

Bei einer verheerenden Epidemie waren noch 1996 im westlichen Afrika rund 25.000 Menschen ums Leben gekommen. 2009 starben bei einem neuen Krankheitsausbruch alleine in Nigeria und im Niger rund 1.000 Menschen.

Wegen der tödlichen Epidemien gaben die Weltgesundheitsorganisation WHO und die Organisation Path bei einem indischen Pharmaunternehmen die Entwicklung eines neuen Impfstoffs in Auftrag. "MenAfriVac" ermöglichte eine präventive Impfkampagne und kostete nur 50 US-Cent (0,46 Euro), ein Bruchteil der bisherigen Impfstoffe.

Meningitis-Bakterien, die sogenannten Meningokokken, verursachen Entzündungen der Hirnhaut. Ohne die nötige antibiotische Behandlung verlaufen der WHO zufolge die Hälfte der Krankheitsfälle tödlich. (APA, 10.11.2015)

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