VW-Krise schlägt nicht auf Kfz-Zulassungen durch

10. November 2015, 10:10
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In den ersten neun Monaten stagnierten die Zulassungszahlen, bei VW ging der Trend in die Gegenrichtung

Wien – In den ersten neun Monaten des heurigen Jahres wurden 262.342 Pkws neu zugelassen. Das entspricht dem Wert des Vorjahres.

Wobei es zwei gegenläufige Trends zu verzeichnen gibt: PS-starke Autos haben deutlich zugelegt – in der Klasse von 144 bis 170 PS gab es einen Zuwachs von 38 Prozent. Bei Fahrzeugen von 83 bis 105 PS gab es hingegen ein Minus von 16 Prozent.

Auf den Verkauf von Diesel-Autos hatte der VW-Skandal bisher keinen Einfluss – hier gab es seit Jänner ein Plus von 1,3 Prozent, während Benziner ein Minus von 4,6 Prozent aufwiesen. Im dritten Quartal gab es allerdings für beide Treibstoffarten ein Minus.

Was den arg in der Krise steckenden VW-Konzern betrifft, schlug die Krise bislang nicht auf die Zulassungszahlen zurück. 4.676 Fahrzeuge des Konzerns wurden im Oktober neu zugelassen. Das sind mit 4.552 Fahrzeugen sogar um 2,7 Prozent mehr als im Oktober 2014. Anders sieht es für einzelne Typen aus: Einer der großen Verlierer der vergangenen drei Monate ist der VW-Golf mit einem Zulassungsminus von 38 Prozent.

Zuwachs bei Elektroautos

Der Nutzfahrzeugmarkt verzeichnete nur bei Lastkraftwagen der Klasse N1 ein Plus von 2,9 Prozent bei den Neuzulassungen. Einen Rückgang gab es bei land- und forstwirtschaftlichen Zugmaschinen (-11,9 Prozent) und Sattelzugfahrzeugen (-11,1 Prozent).

Bei Zweirädern wurden mehr Motorräder (+36,0 Prozent), aber weniger Leichtmotorräder (-25,0 Prozent) und Motorfahrräder (-11,9 Prozent) neu zugelassen.

Ein starkes Wachstum gab es bei den Elektrofahrzeugen: Der Zuwachs von 32 Prozent ist allerdings relativ zu sehen. Denn weiterhin sind erst 0,5 Prozent aller Neuzulassungen Elektroautos. In Summe wurden seit Beginn des Jahres 1.370 Elektrofahrzeuge neu zugelassen. (red, 10.11.2015)

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